Waldkauz Kasimir (Strix aluco)

Waldkauz Kasimir im Nymphenburger Schloßpark

Wer gerne Tiere beobachten möchte, der muss nicht immer gleich München verlassen und ins Umland oder sogar in die Alpen fahren. München bietet mit seinen Parks und Grünanlagen, dem Englischen Garten und der Isar genügend Möglichkeiten für schnelle Naturerlebnisse in der Mittagspause oder nach Feierabend.

Waldkauz in der Höhle

Waldkauz im Englischen Garten

Am spektakulärsten sind wohl die Münchner Waldkäuze. Wer möchte nicht einmal eine Eule aus nächster Nähre sehen. Seit Harry Potters Hedwig ist der schlechte Rufe dieser tollen Tiere wohl endlich Geschichte und jeder liebt sie. In München wohnen einige Waldkäuze im Nymphenbuger Schlosspark. Der bekannteste dürfte Kasimir an der Brücke bei der Badenburg sein.

Aber es gibt im Schlosspark noch viel mehr Waldkäuze. Wer sie alle kennenlernen möchte, der sollte im Winter, wenn die Balz ist und keine Blätter mehr an den Bäumen sind, eine Führung von Werner Borok mitmachen. Die Termine werden immer rechtzeitig auf den Seiten des LBV-München bekannt gegeben.

Waldkauz-Ästling

Waldkauz-Ästling

Waldkäuze lassen sich mit Glück auch im Englischen Garten und sogar im Hirschgarten beobachten. Und mit ganz viel Glück entdeckt man Anfang April einen Waldkauz-Ästling. Das ist der Waldkauz Nachwuchs, der die Bruthöhlen verlassen hat und nun auf Ästen sitzt und von den Eltern gefüttert wird. Um diese Zeit kann man auch ausgewachsene Käuze außerhalb ihrer Höhlen auf den Bäumen sitzen sehen.

Waldkauz Ästlinge

Waldkauz Ästlinge

Das besondere an städtischen Kauzen ist, dass sie früher brüten als ihre Verwandten auf dem Land und dadurch schon Ästlinge haben bevor Blätter an den Bäumen sind.

Graureiher am Riemer See

Graureiher am Riemer See

Unsre Städte bieten gerade für Vogelfreunde immer wieder etwas Neues. So kann man jedes Frühjahr am Riemer See / Buga-See einen Fischreiher aus nächster Nähe beobachten. Es steht im Schilf und versucht Fische zu fangen.

Reiher am Riemer See

Reiher am Riemer See

Dank der Holzbrücke durch den Schilfgürtel kommt man sehr dicht an die dort lebenden Vögel heran. Neben dem Reiher brüten dort auch immer zwei Haubentaucherpaare in unmittelbarer Nähe zum Holzweg.

Haubentaucher mit Küken am Riemer See

Haubentaucher mit Küken am Riemer See

Wer sich lieber mit den kleinen Dingen in der Natur beschäftigen mag, der ist in München auch richtig aufgehoben. Denn die Münchner Schotterebene  – und damit auch die Stadt München – ist das wichtigste Verbreitungsgebiet für einen kleinen unauffälligen Schmetterling. Es handelt sich um den Idas-Bläuling oder auch Ginster-Bläuling. Er ist in Deutschland nur noch in und um München häufig. Zu erkennen ist er an den silbrigen Flecken auf der Hinterflügel-Unterseite.

Plebejus idas auf der Esparsette

Plebejus idas auf der Esparsette

Man findet ihn auf fast allen Trockenrasen- und Blumenwiesen, wie dem Riemer Park, dem Campeon in Unterhaching oder in der Fasanerie.

Auch den besonders geschützte Dunklen-Wiesenknopf-Ameisenbläuling trifft man in München hin und wieder an. So fliegt er z.B im Osten am Abfanggraben. Er benötigt als Larve genauso wie der Idas-Bläuling Ameisen, in dessen Bau die Larven überwintern und von den Ameisen ernährt werden. Aber was ihn so gefährdet ist, dass seine Raupen zusätzlich den Großen Wiesenknopf als Futterpflanze benötigen. Und wenn eine Wiese vor Juli / August gemäht wird, dann haben sie keine Überlebenschance.

Paarungsrad der Helmazurjungfer

Paarungsrad der Helmazurjungfer

Wer sich für Libellen interessiert, der findet in und um München auch ein Juwel. So lebt am Nordrand Münchens rund um das Schwarzhölzl die Helm-Azurjungfer. Es handelt sich um eine in kleine blaue Libelle, die hier ihr wichtigstes Verbreitungsgebiet in Mitteluropa hat.

Männchen der Helm-Azurjungfer

Männchen der Helm-Azurjungfer

Ihren Namen hat sie von der Zeichnung auf ihrem Hinterleib, die einen Merkurs-Helm darstellen soll.

Aber man kann in München noch viel mehr entdecken. So findet man Eisvögel in vielen Parks und an der Isar. Dort kann man am Deutschen Museum auch einen Biber mit seiner Familie beobachten.

Wer Nachts durch München streift kann auch auf einen der über 1000 Füchse treffen. Nur der Wolf hat sich noch nicht in die Stadt gewagt….

Iron Blogger

Iron Blogger

Dieser Artikel erscheint im Zuge der Geburtstags-Blogparade der Iron-Blogger München. Iron-Blogger sind so verrückte Blogger und Bloggerinnen, die sich freiwillig verpflichtet haben mindestens einen Blog-Artikel pro Woche zu schreibe. Und die Iron-Blogger in München machen das nun schon seit zwei Jahren so. Wir sind seit Anbeginn dabei und haben bisher in jeder Woche mindestens einen Beitrag veröffentlicht.

Hecht im Langwieder See

Hecht im Langwieder See

Der gestrige Beitrag kam von “Irgendwie ein Wassermann” und handelt über den Birkensee und den Lußsee, die zusammen mit dem Langwieder See. die Langwieder Seenplatte bilden. Den Langwieder See  darf man übrigens betauchen – er ist aber sehr trübe – trotzdem findet man ab und an einen Hecht. Da ist der Lußsee schon schöner, dieser ist aber nur mit Ausnahmegenehmigung betauchbar.

Lußsee, klar und hell

Lußsee, klar und hell

Morgen plaudert Claudia, von Claudia plaudert

Hier alle teilnehmenden Bloggerinnen und Blogger im Überblick:

Die Teilnehmenden IronbloggerInnen

Die Teilnehmenden IronbloggerInnen