Prolog

Unser Zelt

Unser Zelt

Wir hatten uns entschlossen im September 2007 für eine Woche ins südliche Ägypten nach Marsa Alam zu fahren. Unsere Wahl war sehr schnell auf die Ecolodge Marsa Shagra gefallen, da dort ein günstiger Urlaub mit Non-Limit Hausrifftauchen möglich war und Zodiac-Fahrten zum Elphinstone Riff (Shaab Shagra) angeboten wurden. Nach etwas längerer Internetrecherche und einigen Preisanfragen landeten wir bei Sub Aqua aus München als Reiseveranstalter.
Leider waren wir bei der Rückbestätigung etwas zu langsam und der geplante Flug war nicht mehr frei. So mussten wir über Hurghada fliegen, haben dann aber auf 10 Tage (9 Tauchtage) verlängert. Sub Aqua war nicht günstiger als eine über das Internet komplett selbstorganisierte Reise, aber dafür hätten wir einen Verantwortlichen gehabt, wenn etwas schief gegangen wäre. Und sich nicht kümmern müssen war auch super.

Toiletten

Toiletten

Der Flug ging mit Condor; da wir bequem sitzen wollten, haben wir über die Condor Website noch die XXL-Sitze gebucht. Diese Investition war auf jeden Fall richtig. So konnten wir auch in der Holzklasse „bequem“ sitzen. Da wir damals Vegetarier waren, haben wir noch das vegetarische Menü bestellt. Der Aufpreis von 10 Euro (pro Person und Flug) ist nicht wirklich gerechtfertigt, da es sowieso ein vegetarisches Pastagericht gab – was später von Condor wieder abgeschafft wurde.

Selfie

Selfie

Wir hatten  zuvor bei einer anderen Airline die schlechte Erfahrung gemacht, dass es kein vegetarisches Gericht gab. Naja, dafür hatten wir richtiges Besteck und einen anderen Salat und frisches Obst. Auf dem Rückweg gab es dann anstelle Pasta nur Gemüse – dafür 10 Minuten vor allen anderen. Apropos vegetarisches Essen, das gab es auch in Marsa Shagra. Wir hatten, wie auf der Website gewünscht, vorher angekündigt, dass wir Vegetarier sind. Es gab dann jeden Tag genügend Auswahl an fleischloser Kost. Das vegetarische Essen war nicht schlechter als das fleischige.

Das Camp

Einstieg bei Ebbe

Einstieg bei Ebbe

Am Ankunftstag haben sie mit dem Buffet solange gewartet bis auch wir endlich gegessen hatten. Wir hatten im Camp die Zelte gebucht, sie waren schließlich ein Grund für die Ecolodge gewesen. Unser Zelt stand in der ersten Reihe und wir hatten von unseren Betten frei Sicht auf Sonnenaufgang und Meer. Es war richtig romantisch. Die Zelte waren zwar spartanisch eingerichtet boten aber ein viel besseres Raumklima als die Huts. Die Chalets hatten Klimaanlage, wären sonst aber auch heißer als die Zelte gewesen und waren eine halbe Weltreise von Meer und Essen entfernt. Für Riesen wären die Betten bestimmt etwas klein aber für uns genau passend.

Truckausfahrt

Truckausfahrt

Wir werden aber das nächste Mal Schlafsäcke mitnehmen. Morgens um 4 ist es mit rund 22°C im Vergleich zum Tag doch recht kühl. Schön war, dass immer wieder kleine Einsiedlerkrebse unser Zelt besuchen kamen.
Die Gemeinschaftsduschen und Toiletten waren sehr sauber. Es saß immer ein ägyptischer Boy vor dem Häuschen und hat bei Bedarf und auch öfter geputzt. Die Zelte wurden immer aufgeräumt, die Betten gemacht und der Teppich von den Boys ausgefegt. Die Mahlzeiten konnten in einem gerade erst neu errichteten Speisehaus oder auf der Terrasse davor eingenommen werden. Für den Tee / Kaffee am Nachmittag war der Kiosk zuständig. Im Kiosk konnte man die Souvenirs kaufen.
Die T-Shirts gab es nur ab L aufwärts – nichts für schlanke / kleine Menschen. Aber es gab noch Mützen, Tassen und Kapuzenpullover. Postkarten vom Camp gab es nicht, dies erspart den Gästen eine Menge Arbeit…

 Tauchen

Nun aber zum wichtigsten am Urlaub, dem Tauchen. Tauchen Am ersten Tag, morgens um 9.00 Uhr war Brevetvorzeigen angesagt. Ein kurzer Blick ins Logbuch, Karte abgeben und Gesundheitsfragebogen ausfüllen. Eine Tauchtauglichkeitsbescheinigung wurde nur bei angegebenen körperlichen Gebrechen benötigt. Daraufhin erhielten wir unsere Kiste und unser Blei. Hassan führte uns über die Basis und erklärte die Spielregeln: Es gab eine Tafel, auf die sich für die Hausrifftauchgänge eingetragen werden musste. Die Tafel diente dazu, dass niemand verloren geht. Dort wurde die Riffseite und die Tauchart (Strand rein und auch wieder raus, Zodiac rein und Strand raus, usw.) sowie die voraussichtliche Tauchdauer notiert. Nach Ende des Tauchgangs musste man sich wieder von der Tafel wischen. Unter einem anderen Unterstand konnte man sich für die Exrafahrten mit dem Zodiac oder für die Truckausflüge sowie für Elphinstone eintragen – das geht heutzutage alles per Touchdisplay im Haus der Tauchbasis.

Das Equipment wurde in den zugeteilten Plastikboxen gelagert. Anzüge und Jackets konnten aufgehängt werden. Am ersten Tag war es so voll, das wir uns beinahe geärgert hätten, dass wir unsere Bügel nicht mit hatten. Aber an den anderen Tagen gab es keine Probleme. Zum Spülen gab es ein Becken für Atemregler, Kameras und dergleichen. Für Jackets, Anzüge und Flossen gab es zwei Becken, wovon eins in Benutzung war und das andere später immer mit frischem Wasser gefüllt wurde.
Getaucht werden konnte von 5.30 bis 20.30. Zodiacs fuhren bis 17.00. Flaschen gibt es ohne Reservierung als 12l Alutank mit DIN oder INT Ventil und Luft. Nitrox gab es gegen Bestellung für 2 Euro pro Flasche. 15l Luft kosteten 3 Euro extra. Wir hatten bei einem Tauchgang zwei Flaschen mit leicht beschädigtem Ventilhals. Trotz kontinuierlichen Luftaustritts hat es für 90 Minuten gereicht. Die Flaschen wurden nach Meldung des Fehlers sofort außer Betrieb genommen.
Der Check-Tauchgang erfolgte bei uns in einer Vierer-Gruppe – mit Marie und Bernd. Mit beiden haben wir dann noch viele Tauchgänge absolviert. Check Tauchgang ist eigentlich das falsche Wort, es wurde nur der Bleibedarf getestet. Daraufhin hat Hassan gefragt, ob wir alleine tauchen wollen oder ober er uns das nördliche Riff zeigen solle. Wir haben ihn dann mitgenommen. Irgendwann ist er mit Bernd umgedreht, da Bernds Luftvorrat zur Neige ging; wir haben mit Marie dann noch gemütlich das Riff betaucht und unseren ersten Hai (Carcharinhus melanopterus oder Triaenodon obesus) gesehen.
Dieser für uns angenehme Check-Tauchgang ist leider auch ein Kritikpunkt am Camp. Denn es durften zu viele untalentierte oder nicht genügend ausgebildete Riffpflüger und Sandaufwirbler alleine durch das Hausriff tauchen. Eine stärkere Kontrolle wäre hier wünschenswert. Auch sollten Taucher vor ihrem allerersten Nachttauchgang eine Einweisung erhalten, wie man sich nachts unter Wasser verhält. Nicht alle Fische mögen die Lichtkegel der Lampen so gerne wie die Rotfeuerfische. Ein bisschen Strenge würde dem Riff gut tun und den anderen Tauchern das Tauchen angenehmer machen. Eventuell müssten Anfänger und/oder untalentierte Taucher einen Guide zugeteilt bekommen, der Ihnen am Anfang beim Tarieren hilft und ihnen die elementaren Regeln des Tauchens neu beibringt.
Schön ist, dass man immer Taucher mit den gleichen Interessen findet. Die erste Woche haben wir mit Marie und Bernd nicht nur tauchend verbracht. Nach deren Abreise haben wir Volker und Claudia kennengelernt und mit ihnen die Zeit über und unter Wasser genossen.

Das Hausriff

Der Einstieg erfolgt wahlweise vom Strand oder per Zodiac in der Bucht oder weiter draußen am Saumriff. Im späteren Tagesverlauf ist der Einstieg vom Strand aus eine trübe Sache. Aber schon im Flachwasser tummeln sich dort viele Fische.

  • Die Nordseite
    Tauchgänge an der Nordseite sind insbesondere in den sehr frühen Morgenstunden schön. Dann ist das Wasser noch klar und der Tauchverkehr hält sich in Grenzen. Da das Nordriff für die angekarrten Besuchergruppen wohl interessanter als das Südriff ist, kann es am Nachmittag schon einmal zu Taucherstaus kommen. Man sollte auch immer auf die Tafel schauen, in welchen Bereich sich die bekannten Riffpflüger aufhalten und diesen dann meiden… Wenn man sich am äußersten nördlichen Punkt mit dem Zodiac absetzen lässt, dann hat man garantiert Ruhe vor anderen Tauchern, leider ist dort die Riffkante nicht so schön, es ist die Sturmseite. Aber es besteht die Hoffnung auf viele Haie im Blauwasser. Nach 45 Minuten erreicht man dann einen schönen Korallengarten. Hier sind dann auch wieder viele bunte Fische zu bewundern. Ansonsten ist die Nordseite nicht ganz so spektakulär wie das Südriff. Aber Haie haben wir auch auf jedem Tauchgang am Nordriff gesehen. Bis hinein ins Flachwasser (< 1m). Sehr schön ist auch der Schwarm Großmaulmakrelen (Rastrelliger kanagurta), der regelmäßig vor dem Nordriff kreuzt. Hier am Nordriff haben wir unseren einzigen Torpedorochen – Bogenstirn oder Panther-Torpedorochen – (Torpedo panthera) getroffen. Riesenmuränen (Gymnothorax javanicus)sieht man immer wieder in verschiedensten Größen an beiden Riffseiten. Unsere Nachttauchgänge haben wir beide am Nordriff gemacht und es war jedesmal schön. Wir hatten eine spanische Tänzerin (Hexabranchus sanguineus), eine graue Muräne (Siderea grisea), viele Krebse, Krabben und Garnelen sowie die obligatorischen Rotfeuerfische (Pterois miles und Pterois radiata) und Seeigel.
  • Das Südriff
    Das Südriff fängt mit einer Sandfläche an, auf der sich Kugelfische, Rochen, Seezungen und Seenadeln tummeln. Blaupunktrochen (Taeniura Iymma) hat es in der Bucht ohne Ende. Nachdem wir im März in Dahab nur einen gesehen hatten, haben wir uns über die Massen doch sehr gefreut. Am Anfang des Riffs liegt immer ein standorttreuer Krokodilfisch (Papilloculiceps longiceps). Hier im Südriff befinden sich die Unterschlupfe der Haie. In einer Höhle wohnten drei junge Weißspitzenriffhaie (Triaenodon obesus). Wenn die Sicht hier gut ist, dann kann man sie beim schlafen bewundern. Manchmal drehen sie auch Kreise in der Höhle. Es ist einfach schön anzusehen, wie die Räuber in jungen Jahren gemeinsam wohnen. In einer anderen Höhle sieht man ab und zu einen größeren Hai schlafen. Vor dem Riff kreuzen gerne Schwarzspitzen (Carcharinhus melanopterus) – oder Weißspitzenriffhaie (Triaenodon obesus) und beobachten die Tauchergruppen. Eventuell war ein Hai im Blauwasser auch ein junger grauer Riffhai. Am Südriff haben wir auch einen Napoleon (Cheilinius undulatus) getroffen. An beiden Riffseiten sind immer wieder Schildkröten in allen kleinen und mittleren Größen anzutreffen. Die Schildkröten zeigen keine Scheu vor den Tauchern und lassen sich ausgiebig beim Fressen oder Putzen beobachten. Den schönsten Korallengarten haben wir am südlichsten Punkt, den das Zodiac anfährt von Volker und Claudia gezeigt bekommen. Ein unberührtes Stück Korallenlandschaft mit noch mehr Weich und Hartkorallen als in der Bucht selber. Dort haben wir auch einen Schwarm Füsiliere angetroffen. Dieser Platz sollte auf alle Fälle in den frühen Morgenstunden angetaucht werden, dann hat man das Licht im Rücken. Hier soll man auch eine gute Chance auf Delfine habe, Volker und Claudia haben dort schon welche gesehen.

Truckausfahrten

Wir haben zweimal die Truckausfahrten in Anspruch genommen. Einmal mit zwei Tauchgängen und einmal mit einem. Wir hätten gerne mehr Ausfahrten gemacht, doch haben wir die zeitliche Koordination nicht richtig hin bekommen. Morgens traf man sich zur Ausfahrt um 7.00 Uhr. Da wir aber immer einen frühen Tauchgang in der Bucht gemacht haben, saßen wir noch beim leckeren Frühstück. Die Nachmittagsausfahrt begann um 13.00 Uhr und kam sich mit dem Mittagessen nach dem zweiten Tauchgang in die Quere. Für die Nachmittagsfahrt wäre 14.00 für uns besser gewesen. Die Dauer der Tauchgänge ist auf 60 Minuten begrenzt. Es sind je zwei Truckausfahrten pro Tag im Paket enthalten. Wir hatten bei beiden Ausflügen Virginie als Guide.

Marsa Abu Dabab

Unsere erste Ausfahrt am Nachmittag des ersten Tages ging nach Marsa Abu Dabab. Die legändere Seekuh (Dugong dugon) suchen. Wir waren mit unserem Truck die einzigen und alle sind in Buddyteams alleine durch die Bucht getaucht. So kam es nicht zu den Rudeln von Tauchern, die über hilflose Schildkröten hergefallen sind. Wir haben den Platz gemocht, auch wenn keine Seekuh (Dugong dugon) da war. Aber das Tauchen über das Seegras und den wahrlich riesigen Schildkröten beim Fressen zuschauen war schon toll. Zwischendrin kreuzte immer mal wieder ein Geigenrochen (Rhynchobatis djeddensis oder Rhinobatus halavi)unseren Weg. Auch ohne spektakuläres Riff und ohne Seekuh ein schöner Tauchgang. Andere aus dem Camp hatten schlechtere Erfahrungen gemacht. Dort war es ein Rudeltauchen mit enthemmten „Tauchern“, die sich rücksichtslos zu den Turtles durchkämpften, die Wiese umpflügten und die wunderbaren Tiere mit Foto und Videokameras bedrängten.

Sharm Abu Dabbour

Sharm Abu Dabbour war der erste Tauchplatz bei einer Truckausfahrt mit zwei Spots. Gleich am Einstieg hatten wir einen Teufelsfisch – Red Sea Walker / Rotmeer Walkman – (Inimicus filamentosus). Kurz dahinter kamen wir zu einer Sandfläche mit Röhrenaalen (Gorgasia sillneri). Nach rechts taucht man entlang der Riffkante. Unterhalb 15m war es nicht sonderlich interessant. Der Rückweg im 10m Bereich war schöner. Aber das Hausriff Marsa Shagra ist besser. Als Highlight hat Marie noch eine Warzenschnecke (Freyeria rueppellii) gefunden.

Marsa Shuni 

alter Tauchplatz. dort ist heute das Hotel und dort kann nicht mehr getaucht werden
Marsa Shuni ist nur deswegen interessant, weil dort ein junges Pärchen Adlerrochen (Aetobatus narinari) seine Kreise zieht. Wenn man lang genug über der Sandfläche in 10-15m schwebt, dann kommen irgendwann die Adlerrochen an einem vorbei geflogen. Sehr schön anzusehen, wie sie grazil durch das Wasser gleiten. Zusätzlich gab es noch eine Gruppe von 15 Großflossenriffkalmaren (Sepioteuthis lessoniana) zu bestaunen. Auf dem Rückweg ist noch ein kleines Höhlen / Canyon Labyrinth, welches wir aber aufgrund von Zeitmangel abkürzen mussten.

Zodiac-Ausfahrten

Wir haben einmal eine Ausfahrt mit zwei Tauchgängen gebucht (Aufpreis 10€ pro Person und Tauchgang zum normalen Tauchpaket). Eigentlich sollte es zum Tauchplatz Nemo-City gehen. Doch der Guide hat leider morgens den Tauchplatz geändert und es uns nicht mitgeteilt. Wir haben es erst auf dem Boot erfahren. Die andere Zodiacfahrt ging zum Elphinstone Riff (Shaab Shagra). Wir haben es bis heuer nicht geschafft wieder zu Nemocity zu kommen.

Sharm Abu Dabbab

Hierbei handelt es sich um einen wunderbaren Korallengarten, über dem eine Schule Gelbschwanz-Barrakudas (Sphyraenidae flavicauda)schwebte. Leider wurde der Korallengarten recht schnell durchquert um anschließend ein Höhlen / Canyonsystem zu betauchen. Hätte wir vorher gewusst, dass wir diesen Platz besuchen, dann hätten wir Lampen mitgenommen. Im Rudel durch die Höhlen zu tauchen ist nicht unbedingt spaßig. Es wirbelt immer jemand Sand auf, so dass man die interessanten Lichtspiele nicht richtig genießen konnte. Außerdem muss man ein Fan von Jo-Jo-Tauchgängen sein. Nach Beendigung dieses Tauchgangs nach knapp 60 Minuten ging es mit dem Zodiac fullspeed zum nächsten Spot.

Shaab Abu Dabbab

Zu Beginn des Tauchgangs liegt ein kleines, leicht zerstörtes Wrack, das angenehm betaucht werden kann. Dann ging es darum Geburtserfahrungen nachzuerleben. Es wurden wieder ein paar Höhlen und Canyons im Gänsemarsch betaucht. Am Ende gelangt man dann an einen wunderbaren Korallengarten. Auf dem Grund befindet sich eine rote Anemone (Heteractis magnifica) mit Clownfischen (Amphiprion bicinctus). Leider waren zwei Jo-Jo-Tauchgänge nicht so gut für Marcels Ohren, so dass er einige Meter über der Anemone bleiben musste. Und die Zeit war dann auch recht schnell um und es ging mit viel Luft im 5 Meterbereich zurück zum Zodiac. Beide Tauchgänge wurden von Virginie geführt.

Elphinstone (Shaab Shagra)

Zum berühmten Elphinstone Riff (Shaab Shagra) ging es bei sehr stürmischer See morgens um 6 Uhr. Wir waren eine kleine Gruppe von 4 Tauchern, geführt von Hassan. Die Fahrt mit dem Zodiac war aufregend und hat mit 40 Minuten recht lange gedauert. Über dem Riffdach haben sich die Wellen gebrochen und wir hatten schon befürchtet, dass wir den Tauchgang abbrechen müssten. Doch Hassan entschied sich für Tauchen. Das Anlegen des Gerätes war bei der aufgewühlten See nicht einfach und hat zu dem einen oder anderen blauen Fleck geführt. Schnell ging es ins Wasser und sofort nach unten um Ruhe vor den Wellen zu haben. Der Tauchgang über dem Nordplateau war auch ohne Hammerhaie oder Weißspitzenhochseehaie sehr schön. Wir haben es genossen endlich ein bisschen tiefer im Blauwasser zu schweben. Zu sehen gab es einige große Barrakudas, den großen Napoleon und ein paar Riesenzackis. Strömung hatten wir nur vertikal durch den Wellengang. Abreise Leider geht jeder Tauchurlau zu Ende, so auch dieser. Wir waren rundum zufrieden mit dem Camp und werden mit Sicherheit wiederkommen.

Fazit

Die Ausfahrten zu Sharm und Shab Abu Dabbab haben uns nicht überzeugt, sie waren nicht besser als die Truck-Trips. Unserer Meinung nach hätten wir das Geld lieber in einen zweiten Elphinstone Riff (Shaab Shagra) Tauchgang investieren sollen. Die große Überraschung kam dann aber beim Bezahlen. Als wir an der Basis die Extra-Tage abrechnen wollten, fragt uns der Basenleiter, ob wir wiederkommen wollen? Als wir das bejahten, gab es pro Person und Tag 10 Euro Rabatt. Ein Tauchtag kostete anstelle 35 Euro nur noch 25 Euros. Das Gesparte Geld haben wir dann in einen Kapuzenpulli und Trinkgelder reinvestiert. Im Gegensatz zu vielen AI-Hotels konnten wir noch ein leckeres Mittagessen einnehmen und brauchten nicht schon um 10.00 aus dem Zimmer zu sein. Die Rückfahrt nach Hurghada ging rasend schnell. Unser Fahrer hatte uns gefragt ob er 140 km/h fahren dürfte. Da wir damit kein Problem hatten, Autofahren liegt in Ägypten sowieso in Allahs Hand, 120 oder 140 ist dann auch egal. Hurghada Flughafen war wie erwartet die Hölle, viel zu viele Raucher. Hat sich ja jetzt auch gebessert….