Prolog

Da Flüge von München nach Rijeka nur in der Hauptsaison (Juli & August) verfügbar sind – und dann nicht einmal an allen Wochentagen – bietet es sich an mit dem Auto zu fahren. Preislich nimmt sich beides nichts, da doch einige Mautgebühren  (Österreich, Karawankentunnel, Slowenien, Brücke nach Krk) anfallen. Zeitlich ist fliegen natürlich die schnellere Variante, aber vor Ort auf Krk ist es mit Auto besser.

Leben in Kornic

Unsere Unterkunft hatten wir vorab mit den Tauchgängen bei Divesport gebucht. Die  Apartments liegen in Kornic, oberhalb der Basis. Wenn man Glück hat, direkt am Hang und man hat  einen fantastischen Blick über die Bucht von Punat.
Zur Tauchbasis waren es 15 Minuten zu Fuß, morgens bergab und abends haben wir uns fahren lassen. Zum Supermarkt waren es gut 10 Minuten durch die Partisanenstraße.
Wir haben aber nie selber gekocht, denn direkt neben der Basis lag das Bistro Dunat. Dort war ein sehr leckeres Frühstück ebenso zu bekommen, wie einheimische Gerichte oder Pizza oder Schnitzel mit Pommes. Der Service und das Essen im Bistro Dunat waren bestens.

Tauchen mit Divesport

Die Divesport Basis ist keine Riesenbasis. Mit den 40 Gästen, die über den ersten Mai da waren, war die Basis gut besucht. Mehr Gäste würden meiner Meinung nach zu zuviel Gewusel führen. Aber zu bewältigen wäre es schon. Marc und Sylvia, Martin und Tomy sowie Robert haben sich hervorragend um uns gekümmert – man hat sich nie alleingelassen gefühlt. Sogar das Privatauto hat uns Tomy geliehen, damit wir die Insel erkunden konnten.
Am Anfang sind wir immer mit Luise und Matti raus aufs Meer gefahren, zusammen tauchen war leider nicht, da die beiden ihren CMAS** am machen waren.
Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung! (Wie die Zeit verrinnt. Heute ist Matti Tauchlehrer. 2012).

Später waren wir mit den Ösis von Pedro-Diving auf dem Boot. Wir sind aber die meiste Zeit alleine getaucht. Was zu einem Nannyfaktor von max 10 führt. Es ist wirklich hervorragend, wie Divesport mit Tauchern umgeht. Wer möchte, der bekommt Begleitung, wer alleine tauchen möchte, der darf das auch.
Zu den Divespots wurde entweder mit einem original Fischkutter oder mit dem Speedboot gefahren. Wenn man mit dem Kutter unterwegs war, gab es mittags immer frischen Fisch – von den Fischern in der Nacht selbst gefangen – manchmal aber auch Fleisch. Beides mit Salat. Solch ein Essen hat dann 60 Kunat gekostet. Aber rein vegetraisch war auch möglich.

Mit dem Speedboot ging es zum Mittagessen wieder zurück nach Kornic und wir sind dann im Bistro Dunat eingekehrt. Einen Nachttauchgang haben wir in Baska von Land aus durchgeführt. Mark hat uns mit seiner T5 Pritsche hingefahren und wir konnten mit Luise und Matti auf Oktopusjagd gehen. Vier Stück haben wir gefunden, leider waren sie ein wenig scheu.
An zwei Abenden waren wir mit der ganzen Crew von Divesport und den anwesenden Tauchern Essen, einmal in Vrbnik (sehr meeresfrüchtelastig) und einmal beim Mexicaner in Punat (sehr zu empfehlen). Mit Matti und Luise waren wir ein paar mal zum Eisessen in Punat. Eis ist auf Krk sehr zu empfehlen, nicht nur in Punat. Es lohnt sich immer. Die Kugel kostet in der Regel 5 Kunat.
An einem Tag haben wir tauchfrei gemacht und haben uns unter anderem Krk angeschaut. Die Ortschaften auf der Insel sind sehr malerische Fischerdörfer mit kleinen Straßencafés. In der Nebensaison auch nicht überlaufen. Neben Krk ist auf jeden Fall noch Baska und Vrbnk sehr sehenswert. Neben netten Häusern gab es natürlich Mietzekatzen und Schafe zu bewundern 🙂 Wir werden auf alle Fälle nach Kroatien und wieder zur Divesportbasis zurückkehren.  Leider ist es uns nach den beiden Besuchen 2007 und 2008 nicht mehr geglückt. Wir haben die Divesportler zwar auf der Boot 2010 besucht und versprochen wiederzukommen und das Versprechen gilt noch immer.

Tauchplätze

Prvic Tunnel

Der Tunnel ist ein ca. 12-15 Meter langer, betauchbarer Durchbruch durch einen vorgelagerten Felsen. Die Wände und Decken sind sehr bunt bewachsen. Im Tunnel sind sehr viele kleine Drachenköpfe zuhause. In der Umgebung des Tunnels werden auch immer wieder Oktopoden gesichtet. Bei Jugo oder Bora ist dieser Tauchplatz nicht anfahrbar. GPS-Koordinaten: Breite: 44°56’3.07″N (44,9341861) Länge: 14°46’12.01″E (14,7700027)

Prvic Nordwand

An der gegenüberliegenden Seite von Prvic befindet sich der Tauchplatz Nordwand Eine schön bewachsene Wand mit kleinen Spalten und Canyons. In diesen verstecken sich viele Fische und Krustentiere. Max. Tiefe 30m. Der Platz ist sehr schön als One-Way betauchbar. GPS-Koordinaten: Breite: 44°55’29.99″N Länge: 14°46’1.70″E Beide Prvic Tauchplätze können sowohl von Baska als auch von Punat mit dem Boot angefahren werden. Von Punat beträgt die Fahrtzeit aber über eine Stunde.

Mali Plavnik

Mali Plavnik ist ein Tauchplatz an der östlichen Seite der Insel Plavnik. Mali Plavnik, zu Deutsch „Klein Plavnik“ ist ein vorgelagertes Eiland. Bei diesem Eiland können mehrere Felsen umrundet und eine Steilwand (max. Tiefe 45m) betaucht werden. Angenehmer Tauchgang, auch für Anfänger geeignet. GPS-Koordinaten: Breite: 44.97608 Länge: 14.54645

Krucija

Krucija liegt auf der gegenüberliegenden Seite von Plavnik, neben der Bucht Krucija. Zu finden ist neben der in Kroatien beinahe üblichen Wand eine schöne betauchbare Grotte. Am „Ende des“ Tauchplatzes befindet sich noch ein kleiner Canyon. Max. Tiefe 50m ungefähre GPS Koordinaten: Breite: 44°57’31.05″N Länge 14°31’30.35″E

Wrack Paula

Das Wrack der Paula liegt auf dem Weg von Punat nach Baska auf knapp dreißig Metern. Es handelt sich um ein Sportboot, Länge rund 10 m. Es ist nicht leicht zu finden, da es auf dem Sandgrund etwas abseits liegt. Die Paula wird exklusiv von Divesport angefahren, deswegen gibt es hier auch keine GPS-Koordinaten.

Kanonen(boot)-Wrack

Auf der südöstlichen Seite der Krnjacol(Grüner Kohl) Halbinsel von Plavnik liegen die Überreste eines vor rund 200 Jahren (Napoleonischen Kriege) gesunkenen Holzschiffes. Vom Schiff ist nicht mehr viel übrig außer den Kanonen auf 34m Tiefe. GPS-Koordinaten: Breite: 44°58’51.01″N Länge: 14°31’59.99″E

Negrit

Negrit ist eine kleine Bucht mit einem Leuchtturm direkt an der Insel Krk in der Krker Bucht. Zu betauchen ist ein Plateau mit einer kleinen Steilwand und einer Art Canyon. Wenn man vom Bootsanleger nach links taucht, dann stößt man unweigerlich auf das Plateau und den Canyon. Besser ist aber, erst die Sandfläche auf ca. 18 m zu betauchen und dann nach links zur Wand abzubiegen, so kann der flache Canyon auf dem Rückweg durchtaucht werden.

Krnjacol

Steilwand Die Halbinsel Krnjacol (Grüner Kohl) hat neben dem Kanonenwrack noch einen zweiten Tauchplatz zu bieten. Auf der gegenüberliegenden Seite vom Wrack liegt eine schöne Steilwand mit verschiedenen Plateaus. Das Tauchboot kann in einer Windgeschützten Bucht vor Anker gehen. GPS-Koordinaten: Breite: 44°58’56.37″N Länge: 14°31’53.40″E