Zwei Wochen im Flamenco Beach Resort bei El Quseir und Tauchen mit Diving.de

Grüne Schildkröte, Abu Dabab

Grüne Schildkröte, Abu Dabab

Im September 2016 haben wir es nach zwei Jahren endlich wieder in einen Tauchurlaub geschafft – wie haben wir es bloß so lange ohne ausgehalten? Wir haben zwei Wochen in El Quseir im Flamenco Beach Resort gebucht. Es war ein Schnäppchenangebot bei 12fly (Vermittler Tui, der Reiseveranstalter war aber VTours):  Halbpension inkl. Flug für zwei Personen insgesamt 1200 EUR + 100 Euro Aufschlag für Zimmer mit Meerblick.

Geflogen sind wir mit Niki (Air Berlin) vom beschaulichen Salzburger Flughafen nach Hurghada. Die Anreise nach Salzburg erfolgte per Auto und lief, da außerhalb der Ferienzeit, problemlos. Auch der Check In und am Flug(zeug) war nichts auszusetzen. Ein typischer Ferienflieger in dem nach der Landung noch kräftig applaudiert wurde.

In Hurghada angekommen ging alles ganz schnell und ruckzuck waren wir durch alle Kontrollen durch. Man merkte hier zum ersten mal, dass die politische Lage die Urlauberzahlen drastisch hat einbrechen lassen. Der Transfer erfolgte für uns alleine mit einem Minibus und unser Tauchgepäck kostete 40 Euro Aufpreis. Vermutlich für den Bus, sonst wären wir mit einem PKW transportiert worden.

Das Hotel

Flamenco Beach Resort

Flamenco Beach Resort

Der Check In verlief schnell und wie erwartet routiniert ab. Unser Zimmer hatte keinen richtigen Meerblick, da im Erdgeschoß gelegen und war eher zum Pool ausgerichtet. Da der Pool erhöht und von Bäumen umgeben ist, war vom Meer nichts zu sehen. Aber Erdgeschoß und in der Nähe der Tauchbasis hat dann trotzdem gepasst.  Es gab sogar zwei Deutsche TV-Sender (ARD und ZDF), später nur noch ZDF und ein paar Englische. Aber kein Internet auf dem Zimmer – im Jahre 2016 in einem Hotel schon seltsam. Internet gab es nur in der Lobby und dann mit 256k Download -„Geschwindigkeit“. Eigentlich beides egal, Internet und TV. Eigentlich. Dazu aber später mehr.

Lobby des Flamenco Beach Resort

Lobby des Flamenco Beach Resort

Der für Taucher nicht wirklich wichtige Pool war optisch sauber und schön angelegt und teilweise sogar 180 cm tief. Der Strand war ganz nett und nie sonderlich voll – wie das ganze Hotel. Der auf der anderen Straßenseite gelegene Teil des Resorts war komplett geschlossen und wurde nur für das Frühstück genutzt.

Zimmer im Flamenco Beach Resort

Zimmer im Flamenco Beach Resort

Wasser gab es 8 Flaschen (1,5l) für 108 EGP aufs Zimmer. Aber man konnte sich auch aus El Quseir 10 Flaschen für 10 Euro mitbringen lassen. Die durften dann aber selbstverständlich nicht in den Restaurants getrunken werden.

Ein Lob an die Gärtner im Flamenco Beach Resort

Ein Lob an die Gärtner im Flamenco Beach Resort

Vor dem Hotel gibt es ein paar kleine Shops mit Souvenirs, Parfüm und Gewürzen. Die Händler leiden momentan wirklich unter der gegenwärtigen Lage. Es kommt so gut wie niemand mehr vor die Tür. Aber der eine Shop hat uns sehr geholfen (der zweite von links, direkt neben dem Gewürzmann). Er hat uns eine Speicherkarte verkaufen können, da Marcel Jules Speicherkarte samt GoPro auf der Fensterbank in München vergessen hatte. Also liebe Ägyptenurlauber, kauft auch in den Shops, auch wenn die Händler früher oft nervig waren und man Handeln muss, die wollen auch nur (über)leben.

Gärtner sind die Helden der Neuzeit

Gärtner sind die Helden der Neuzeit

Das Essen im Hotel

Unsere erste Begegnung mit der Hotelküche war am Tage unserer Ankunft. Da wir nach 21:00 Uhr im Hotel angekommen sind gab es für uns in einem der nicht AI-Restaurants ein Extra-Essen. Sehr trockene Brötchen, ein klein wenig Salat und dazu eine geringe Menge an Käse und Corned Beef. Wie sich später herausstellte war es so in etwa das, was in den Lunch-Paketen drin ist.

Speisesaal des Flamenco Beach Resort

Speisesaal des Flamenco Beach Resort

Das Frühstück bot zwar relativ viel Auswahl, aber in der ersten Woche war das Gebäck knochentrocken. Alternativ waren die Pancakes und Omeletts und Toasts mit Tomate und Käse überbacken sehr lecker. Kaffee und Tee waren auch beide trinkbar. Das ist im Falle von Kaffee in Ägyptischen Hotels ja nicht immer der Fall.

Mittags haben wir insgesamt viermal Hamburger bestellt, wonach Marcel nach einem mal Magenprobleme hatte. Einmal wurden der Burger und die Pommes nach gut einer Stunde serviert und waren total kalt. Eine Beschwerde brachte aber Besserung. Jule hat sich an Hühnchenbaguette gehalten und blieb mittags gesund.

Das Abendessen war eigentlich immer sehr schmackhaft und wir hatten einen Kellner der sich sehr zuvorkommend um uns gekümmert hat. Er hat uns immer „unseren“ Tisch reserviert. Einer der Angestellten, die man wirklich positiv herausheben muss. Beim Fisch muss man als Meeresfrüchte-Allergiker aufpassen, da oft Tintenfisch untergemischt war. Sehr schmackhaft war auch das Fleisch vom Grill – leider mit Nebenwirkung. Die Desserts waren jetzt nicht so klasse, das können andere ägyptische Hotels besser.

Pool von der Restaurantseite

Pool von der Restaurantseite

Nun aber zu den bedauerlichen Seiten des Essens, Marcel hatte es dreimal und Jule zweimal mit Magen-Darm-Problemen in den 14 Tagen erwischt. Marcel einmal nur leicht, einmal uns beide etwas heftiger, was zu einem halben Tag Tauchverzicht und einem ausgefallenen Nachttauchgang geführt hat. Schon ärgerlich genug.

Die Eisbar...

Die Eisbar…

Und ein weiteres mal hat es uns und etliche andere Gäste im Hotel dann richtig umgehauen. Die erste Ladung Köfte vom Grill war nicht mehr gut und mindestens 12 Personen durften die komplette Nacht auf den Toiletten verbringen. So heftig haben wir es noch nicht erlebt. Erst Antinal hat am nächsten Morgen Besserung verschafft. Der nächste Tauchtag fiel dann auch komplett ins Wasser, wir waren einfach zu geschwächt und dehydriert. Sehr ärgerlich. Extrem ärgerlich. Und dann nur ZDF und kein Internet im Zimmer. Noch ärgerlicher.

Salatbar im Restaurant

Salatbar im Restaurant

Leider hat man danach nicht mehr mit Genuss am Abendessen teilgenommen. Pasta mit Tomatensauce sind dann Marcels Freund geworden. Jule hat sich im Urlaub nicht mehr richtig erholt. Der Pastakoch verstand leider zu wenig englisch um zu verstehen, dass Jule keinen Knoblauch in der Sauce haben wollte.

Das Hotel vom Steg aus gesehen

Das Hotel vom Steg aus gesehen

Wir waren mehr oder weniger die einzigen Halbpensionsgäste. Aufgrund der wenigen Besucher existierten die nicht AI-Restaurants, wie die Beach-Grillbar nur noch auf dem Papier. Die Krise war hier doch sehr präsent. Glücklicherweise haben wir nur fünfmal irgendwelche Snacks zu Mittag gegessen und waren öfter mit der Tauchbasis unterwegs, sonst wäre auch dies ein Punkt zum ärgern gewesen.

Spielplatz

Spielplatz

Naja, man kann schlussendlich sagen, man bekommt was man bezahlt hat.

Aufgrund unserer Erfahrungen würden wir das Hotel nicht empfehlen und auch auf keinen Fall wieder buchen.  

So oft hat es uns in unseren acht vorherigen Ägyptenaufenthalten noch nie mit Magen-Darm-Problemen erwischt.

Pokémon

Für Pokémonspieler interessant, das Hotel hat einen Pokéstop und eine Arena. Die Arena war sehr lange rot…

Die Arena ist rot...

Die Arena ist rot…

Freilaufend (und/oder mit Rauch) gab es regelmäßig: Rettan, Sandan, selten Sandamer, Vulpix, Digda, Mauzi, Menki, Fukano, selten Arkani, Machollo, Kleinstein, selten Ponita, Dodu, seltener Owei, Tragosso, selten Knogga und Rihorn.

Eines von vielen Sandans

Eines von vielen Sandans

Hornilu, Taubis und Rattfratz waren hier rare Pokemon. Eingeschränkt wurde das ganze nur durch das zwischenzeitlich notwendige Update, das in der Lobby recht langsam heruntergeladen werden musste und dem Mangel an Pokébällen.

Basis / Tauchen

Basis

Auf der Basis sind alle sehr zuvorkommend und freundlich. Besonders die zwei „Schnecken“ vom Office, Steffi und Fiffie. Sie bringen eine sehr angenehme Atmosphäre in die ägyptische Männerwelt.

Fiffie im Basenshop

Fiffie im Basenshop

Es läuft alles im positiven Sinne organisiert ab, ohne Chaos aber auch ohne militärischen Drill. Selbst der nervige Papierkram beim einchecken ging sehr schnell und mit gültiger Tauchtauglichkeitsbescheinigung muss man keine Fragebögen ausfüllen – in anderen Basen muss man oft den Gesundheitsbogen ausfüllen und ein Attest vorlegen.

Wir hatten heuer etwas Leihequipment, Jule Füßlinge und Marcel wieder Flossen. Beides war qualitativ gut.

Schäfchen vor dem Check-Dive

Schäfchen vor dem Check-Dive

Bei Diving.de ist ein Check-Tauchgang obligatorisch. Er bestand aus Maske ausblasen, Atemregler wiedererlangen und schon durfte man frei tauchen. Wobei wir es ja etwas albern finden, wenn man sich dabei in den Sand setzen darf.

Schweinchen vor dem Check-Dive

Schweinchen vor dem Check-Dive

Tauchen kann man im Hausriff oder man nutzt das Angebot der zwei Halbtagestouren pro Tag oder der beinahe täglich stattfindenden Ganztagestouren. Alles entweder per Boot, Jeep oder Minibus.

Bitte hier zu den Tauchgängen eintragen

Bitte hier zu den Tauchgängen eintragen

Man trägt sich, wenn man eine Ausfahrt machen möchte, spätestens am Vortag in eine Liste ein und das war es. Für Ausfahrten zu weiter entfernten Plätzen gibt es eine Mindestzahl an Tauchern, die aber von allen Diving.de Basen zusammengenommen werden.

Die Basis

Die Basis

Das Tauchen selber läuft recht frei ab, man kann mit Guide tauchen oder aber alleine. Bei den Ausfahrten achtet keiner so genau auf Tauchzeit und Tiefe. Sehr entspannt. Wir haben immer auf den Guide verzichtet, da der Mehrwert der Tauchbegleiter nicht unbedingt gegeben war.

Der lange Weg zur Riffkante

Der lange Weg zur Riffkante

Der einzige Kritikpunkt sind die für uns recht knappen Tauchzeiten, um 15:30 war der letzte Einstieg zum Tauchgang am Hausriff. Für Frühaufsteher kein Problem, aber wir sind ja im Urlaub.

Der Held der Arbeit, ohne seine Mithilfe käme keine Flasche ans Wasser

Der Held der Arbeit, ohne seine Mithilfe käme keine Flasche ans Wasser

Nachttauchen ist nur alle zwei Tage möglich. Außerdem musste dieser vorher angemeldet werden, da dazu eine extra Genehmigung vom Hotel nötig war. Offiziell war der NTG auf 45 Minuten limitiert. Aber da geht auch noch ein bisschen mehr.  Dank der Regelung und unseren Magendarmproblemen haben wir aber nur zwei Nachttauchgänge machen können, was definitiv zu wenig ist.

Tauchplätze

Die theoretisch möglichen Tauchplätze

Die theoretisch möglichen Tauchplätze

Leider war es in den zwei Wochen vor Ort sehr windig, so dass die anfahrbaren Tauchplätze im Raum El Quseir doch begrenzt waren. Aber die Plätze, die wir betaucht haben waren sehr schön und Dank Boot und Bus sind wir einfach weiter Richtung Süden gefahren. Wo die Tauchplätze noch besser sind.

Hausriff Flamenco Beach Resort

Krabbe in Weichkoralle, Flamenco Beach Hausriff

Krabbe in Weichkoralle, Flamenco Beach Hausriff

Über einen recht langen Steg geht man über das Riffdach und nach einem beherzten Sprung ins Wasser ist man gleich am Außenriff.

Die Flaschen werden von einem sehr netten und hilfsbereiten Ägypter per Karren zum Einstieg gebracht, wenn man nett fragt, dann nimmt er einem auch das Gerödel mit.

Unterwasser fällt das Riff leicht schräg herab und ist mit schönen Korallen bewachsen. Auch Weichkorallen sind hier zu finden.

Spider Gost Crab

Spider Gost Crab

Das Licht ist am Vormittag am schönsten. Nachttauchgänge sind lohnenswert. Leider bei Wind oft hohe Wellen, die das herausklettern erschweren bis manchmal unmöglich machen können. Fotografie ist wegen Dünung teilweise schwierig.

Gleich bei unserem ersten Hausriff-Tauchgang hatten wir mehrere Adlerrochen und immer wieder begegnete einem eine Schildkröte oder eine Riesenmuräne. Auch ein Napoleon schaute vorbei.

Warzenschnecke, Hausriff

Warzenschnecke, Hausriff

Dank des Windes kamen wir am letzten Tag nicht ins Hausriff. So konnten wir den Tauchgang zum tiefer liegenden Block mit den LaNaBüBas nicht machen.

Pyjama Chromodoris, Hausriff

Pyjama Chromodoris, Hausriff

Nachts bot das Riff sehr viel Abwechslung – wenn nicht die bis zu max. 10 Mittaucher mit den Basiseigenen TillyTec Lampen das Riff taghell erleuchteten. Es wimmelte nur so von verschiedenen Garnelen und Krebsen…

Zerib Kebir (übersetzt angeblich große Bucht)

Tauchkarte Zerib Kebir

Tauchkarte Zerib Kebir

Es handelt sich um eine geschützte Bucht, was dazu führt, dass bei sehr schlechter Wetterlage alle Basen hier hinfahren. Dann ist es sehr überlaufen. Die Bucht wird auch zur Ausbildung und von Diving.de für die Check Dives genutzt. Das Licht ist auch hier am besten vormittags.

Plattfisch

Plattfisch

Es kommen Seenadeln vor (Große Schwarze und kleine Rote). Im Sand sind Flundern zu finden. Wir hatten einen Oktopus gefunden, den der gute Guide leider etwas verschreckt hatte, als er ihn allen anderen zeigen wollte, die später im Rudel angetaucht kamen.

Oktopus

Oktopus

Auch Graue Muränen können hier gefunden werden. Man kann durch schöne Canyons tauchen (aber nicht zu vergleichen mit dem Canyon in Dahab).

Utopia Beach North

Seenadel, Utopia Beach

Seenadel, Utopia Beach

Sehr schöner Korallengarten, mit Delfinen, die wir leider nicht gesehen hatten, da sie um die Ecke waren (5m vor uns…). Wir waren auf den Ausflug mitgekommen um die in der Tauchplatzbeschreibung angekündigten Seepferdchen zu finden. Leider wusste der Guide an Board des Schiffes nichts von den Seepferdchen – tolle Sache. Fiffie hat uns später gesagt wo sie in etwa sind. Wenn wir da nochmals hinkommen, dann finden wir sie.

Glasfisch, Utopia Beach

Glasfisch, Utopia Beach

Das war es auch schon mit den Tauchplätzen um El Quseir. Wir waren noch bei zwei Plätzen in der Gegend von Marsa Alam.

Abu Dabab

Grüne Schildkröte, Abu Dabab

Grüne Schildkröte, Abu Dabab

Ein Tauchplatz zu dem man wohl nichts mehr schreiben muss. Die Mutter aller Schildkrötenbuchten im südlichen Ägypten. Trotz schlechter Sicht immer wieder ein ein toller Tauchplatz. Es soll auch einen Mimikri-Oktopus dort geben. Aber den findet man nicht bei schlechtem Wetter, sprich hohem Wellengang. Dort ist auch eine Diving.de Basis, bei der Mittagspause gemacht wurde. Da wir mit Diving.de grundsätzlich zufrieden waren, könnten wir uns eine Woche Abu Dabab mal als Kurzurlaub vorstellen.

Marsa Samadai

Jule, Marsa Samadai

Jule, Marsa Samadai

Nicht zu verwechseln mit Ras Samadai (Dolphinhouse)

Schöner Korallengarten mit viel Fisch. Viel belebter als die drei Riffe, die wir in El Quseir betaucht haben. Ein Ausflug, der sich lohnt.

Weichkoralle, Marsa Samadai

Weichkoralle, Marsa Samadai

Fazit

Unser Fazit für den Urlaub fällt aus mehreren Gründen gemischt aus. Es war toll wieder im Wasser zu sein und zu tauchen. Das Tauchen war recht nett, aber mehr auch nicht. Gefühlt würden wir sagen, im Süden sind die Riffe belebter als im Norden, es gibt viel mehr Fisch und intaktere Korallen. Wenn nochmal Ägypten, dann wieder im Süden.

Blenny, Hausriff

Blenny, Hausriff

Und (einheimische) Guides in Ägypten sind eher Tauchbegleiter als eine Hilfe um bestimmte Tiere zu finden. Das scheint auf allen Basen gleich zu sein. Sie haben nicht den Blick für Fotografen – welche auch eher selten(er) ans Rote Meer fahren.

Riesenmuräne, Hausriff

Riesenmuräne, Hausriff

Was gar nicht ging war das Hotel, dazu hat es uns dort zu oft mit Durchfall erwischt. Also ein Mittelklassepauschalhotel wird uns in Ägypten nicht mehr sehen. Lieber wieder ein kleines Taucherhotel oder ein Camp.

Igelfisch, Hausriff

Igelfisch, Hausriff

Außerdem war es uns nicht international genug. Deutsche können wir auch immer zuhause treffen, wenn wir wollten. Im Urlaub bevorzugen wir dann doch eine angenehme Mischung aus verschiedenen Ländern – das erweitert den eigenen Horizont. Aber nicht jeder der deutsch spricht ist auch ein Deutscher, so haben wir diesmal mit Andre einen netten Schweizer und mit Gudrun und Heinz eine sehr nettes österreichisches Paar kennengelernt und wieder viel Neues über beide Nachbarn erfahren.

Die Krise in Ägypten war nicht zu übersehen und das ist sehr schade. Der ausbleibende Tourismus tut dem Land und den Menschen nicht gut.

Schlafendes Fischlein

Schlafendes Fischlein

Was uns diesmal besonders aufgefallen war ist der Umstand, dass es ein Land ohne Frauen ist. Im Hotel haben wir erst am letzten Tag eine dort arbeitende ägyptische Frau gesehen. Leider sind auch auf der Basis keine Guidinnen eingesetzt. Die europäischen Frauen leiten die Basis (genauso wie das Hotel auch) und die ägyptischen Männer machen die andere Arbeit. Bei unseren anderen Besuchen in Ägypten kam es uns nie so stark getrennt vor. Es mag in reinen Tauchresorts / Camps anders sein und vermutlich hat die Krise die Situation der Frauen mal wieder um Jahrzehnte zurückgeworfen.

Schleimfisch

Schleimfisch

Wir haben uns aber zu keiner Zeit unsicher gefühlt, die neue Diktatur scheint etwas besser organisiert zu sein als seinerzeit die alte unter Mubarak. Es gibt weniger Straßensperren, dafür waren die Security-Checks am Flughafen endlich mal professionell.

Elphinstone gebaut von Fiffie

Elphinstone gebaut von Fiffie

Wir sind uns echt unschlüssig ob wir demnächst wieder nach Ägypten wollen – einerseits müsste man das Land unterstützen, damit es wieder auf die Beine kommt – andererseits fanden reizen uns auch wieder die Philippinen – aber ob es unter dem derzeitigen Präsidenten da besser ist?

Anemonen

Anemonen