Fischschwarm

Fischschwarm

Zu den Fotos
Zu Beginn der Wintersaison 2010/11 sind wir Mitte November, rechtzeitig mit dem ersten Schnee, Richtung Philippinen gestartet und nach einer Woche Makro-Tauchen sind wir weiter nach Palau gereist. Die Anreise auf die Philippinen (Manila) erfolgte mit KLM über Amsterdam. Nicht der günstigste Flug aber der mit der kürzesten Reisezeit und ohne Aufenthalte auf arabischen Flughäfen.
Von Manila sind wir mit Continental Micronesia nach Koror geflogen. Die Flüge waren normal ereignislos. Beim Check-In München mussten wir 30 Minuten mit einer sehr inkompetenten jungen Dame von KLM über Celles Blitz- und Lampenakkus diskutieren. Als Tipp an das KLM Bodenpersonal: Bitte nur Fragen stellen, bei denen man die Antwort verstehen könnte… Auf die Frage der Dame, was es für Akkus seien, habe ich geantwortet: “Nickel Cadmium” (was nicht stimmte, es waren Nickel Metall Hybrid, aber in diesem Fall wohl egal). Die Dame fragte noch mal nach, ich wiederholte: “Nickel Cadmium.” Sie wurde leicht aggressiv und fragte noch mal nach: “Was für ein Akku? Lithium Ionen?” Und ich sagte zum dritten mal: “Nickel Cadmium” (was noch immer nicht stimmte, aber ich wollte die Dame jetzt nicht total verwirren). Dann wollte sie mir noch raten meine Blitzakkus ins Aufgabegepäck zu tun und mir erzählen, dass meine Akkus anmeldepflichtig seien.

Fisch

Fisch

Auf dem Rücklug von Manila ist das Inflight-Entertainment-System ausgefallen. Sehr lange 13,5 Stunden Flug.
Schäfchen und Schweinchen haben sich in Amsterdam zum Kiffen verdrückt, sind vermutlich nach Jamaika abgehauen. Nach ein paar Wochen sind sie wieder, abgemagert und verlottert, aufgetaucht.

 

Palau – Heimat des Hühnergottes

Schwarm

Schwarm

Palau ist eine wunderbare Insel mit ein paar lustigen Eigenheiten. Das erste Erstaunen gab es, als wir am Flughafen abgeholt wurden. Trotz Rechtsverkehrs saß der Fahrer unseres Autos auch auf der rechten Seite. Ein komisches Gefühl, auf dem “Fahrersitz” zu sitzen und gefahren werden. Diese Besonderheit rührt daher, dass die meisten palauanischen Autos gebrauchte japanische Fahrzeuge sind.
Das zweite, was sofort auffiel, ist der ruhige Verkehr. Höchstgeschwindigkeit liegt bei 25 Meilen also ungefähr 40 Km/h. Dementsprechend gemütlich geht es zu, auch wenn es morgens und abends auf Korors einziger Hauptstraße zum Berufsverkehrsstau kommt. Dort regelt dann bei Sonnenschein, aber nie bei Regen, ein Polizist den Verkehr. Dadurch können die Schüler die Straße zur Schule gefahrlos überqueren. Bei jedem Auto ertönt ein Pfiff aus seiner Trillerpfeife.  Abends und nachts ist Vorsicht geboten, sehr viele betrunkene Fahrer eiern langsam durch Palaus Hauptstadt. Trunkenheit am Steuer scheint nicht sonderlich verfolgt zu werden.

Hai

Hai

Die nächste Besonderheit haben wir am ersten Morgen – gegen 5:45 – mitbekommen. Palau hat zwar nur 21.000 Einwohner aber zigtausende Hühnchen samt ihren Ehemännern,  den Hähnchen. Diese krähen und quaken zwar die ganze Nacht aber morgens geht das Theater erst richtig los. Ein Ohrenbetäubendes Kikeriki hallt durchs Land. Es ist nicht nur das Federvieh mit Besitzer, nein, es ist auch lauter herrenloses Vieh und “wild chickens”, dass ein Heidenspaß am Krähen hat. Ausschlafen ist nur an Regentagen möglich. Dafür ist das Kikeriki am nächsten Sonnentag um so enthusiastischer… Auch Marcels tägliche Ration Chicken zum Mittagessen führte nicht zu einer Verringerung des Hühnchenbestandes. Jedes Hühnchen hatte neben seinen ein bis zwei Küken auch immer einen Hund, der gelangweilt im Schatten lag. Die Hunde waren friedlich, haben so gut wie nie gebellt und sind nie in aggressiven Rudeln durch die Stadt gezogen. Manchmal trottet einer gelangweilt die Straße hinab um seine Kumpane zu besuchen und sich dann mit ihm gemeinsam in den Schatten zu legen.

Hai mit Freund

Hai mit Freund

Der Palauaner an und für sich geht nicht zu Fuß, er fährt mit dem Auto. Es könnte ja regnen.  Deswegen fährt er auch nicht Fahrrad oder Moped.
Die kleinen Läden erinnern oft an den Sozialismus. Viele Regalmeter mit recht übersichtlichem Inhalt.
Landschaftlich ist Palau ein grünes tropischen Paradies mit vielen Vögeln, Flughunden und Insekten und Hühnchen. Die von den deutschen Kolonialisten eingeschleppten Affen haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen. Jule hat am Jelly-Fish-Lake wenigstens die Flughunde gesehen. Die es übrigens in einigen Lokalen (im Tototo 25,00$ und im Mog Mog 30$) auch auf die Speisekarte geschafft haben. Es kommen extra Kunden aus Yap um diese Delikatesse zu verspeisen.

Lehns Motel – wohnen mit dem Krokodil

R.C. und Celle

R.C. und Celle (und Schäfchen und Schweinchen)

Wir haben uns für ein kleines Motel und gegen eines der zahlreichen Hotels verschiedenster Kategorie entschieden. Das Lehns liegt in einer Seitenstraße, direkt in Koror Downtown, ein paar Minuten Fußweg vom Belau Nationalmuseum und Fish & Fins entfernt. Die Ausstattung ist einfach aber zweckmäßig. Unser Zimmer war riesengroß, mit Kühlschrank und Spüle. Das Fenster ging hinten raus ins Grüne – Dank der Vögel und “Chickens” nicht leiser als vorne raus. Bettwäsche, dünne und dicke Decke und Handtücher wurden täglich gewechselt. Auch hat die chinesische Dame jeden Tag sauber gemacht. Für kleines Geld kann man sich von ihr auch massieren lassen, was wir aber irgendwie versäumt haben. Frühstück gibt es keins. R.C., die Perle des Hauses, hat aber jeden Morgen Kaffee gekocht (gratis und nicht lecker) und uns dazu Schmalzgebäck in Donat oder Bällchenform gereicht. R.C. ist eine Filipina, die den am Lehns angeschlossenen Laden betreut (7 Tage von 6:00 bis 21:00). Dort gibt es kaltes Wasser und Bethelnüsse zu kaufen. Dazu auch Klo-Papier, Duschgel und Bier. Auf der Terrasse hinter dem Laden stehen ein paar Tische und man hat WLAN-Empfang (kostenpflichtig mit Prepaid Karte der palauanischen Telekom). Unter der Terrasse wohnt ein Salzwasserkrokodil in einem Käfig – es gehört dem Sohn der Besitzerin. Wenn man irgendeinen Wunsch hat, Mietauto, Telefonieren, Taxi, etc. R.C. kümmert sich drum. Eine Waschmaschinenladung inkl. Service, Waschmittel, Weichspüler und Trocknen hat 5,5$ gekostet. Wer Lust und Zeit hat, kann die Wäsche auch selber waschen, die Laundry ist im Keller.  Von alleine Trocknet auf Palau nichts. 90% Luftfeuchtigkeit und immer wieder einsetzende Regenschauer, nein, Wolkenbrüche, machen es unmöglich sein Wäsche an der Luft rocknen zu lassen.
Allein wegen der super Lage, ruhig aber zentral, würden wir das Lehns sofort wieder nehmen. Und natürlich wegen R.C.

Sam’s Tours – gut und preiswert

Mobula

Mobula

Als wir von dem beschaulichen, von Bäumen umgebenen Club Ocellaris zu Sam’s ins Kororer Industriegebiet kamen, konnte der Kulturschock kaum größer sein. Besonders wo noch das Palau Kids Camp im Gange war und zusätzlich zum allgemeinen Trubel noch etliche Kinder rumschwirrten. Rückblickend war es gar nicht so wild.

 

Die Basis – Gewusel und liebenswertes Chaos

Die Basis besteht aus mehr oder weniger vier Teilen:

  • Dem Tauchbasis-Bereich mit Kompressorraum, Equipment-Lager, Equipment-Verleih und Spülecke
  • dem Office mit angeschlossenem Shop
  • dem Foto und Video-Studio
  • sowie der Botton Time Bar & Grill.
Mobula

Mobula

Equipment ist in guter Qualität und ausreichend vorhanden. Schwierig wird es bei 100cuft Luft-Flaschen mit DIN-Ventil. Davon gibt es verständlicher Weise nicht viele. Es überrascht eher, dass es diese überhaupt gibt. Für das eigene Gerödel kann man entweder Kisten oder Plastik-Taschen haben. Damit trägt man die Sachen (selber) auf das Boot und bringt sie abends (selber) ins Lager, was nachts versperrt ist. Der Spülbereich ist leider ein bisschen klein ausgefallen. Drei Tonnen für Anzüge, ein Becken für den Rest sowie drei Kamera-Becken. Wenn alle Boote gleichzeitig zurück kommen, dann ist dort ganz schönes Gedrängel. Das Office ist schön kühl, immer besetzt und im Shop gibt es viele tolle Fan-Artikel und Tauchbedarf – man bekommt dort eine komplette Warmwasserausrüstung zu kaufen).
Das Office koordiniert auch, wer auf welches Boot kommt, mit welchen Anschlüssen (DIN oder INT), welchem Gemisch und welche Flaschengröße wer wie oft taucht und wann man vom Hotel abgeholt wird. Dies muss man jeden Abend kontrollieren, da es nie in allen Fällen stimmt. Irgend einen der oben genannten Punkte haben sie jeden Tag falsch gemacht. Aber das ist Tauchbusiness am Rande der Südsee und keine deutsche Behörde.

Riffhai

Riffhai

Nicht jeder Basenbetreiber oder Mitarbeiter hat sich wie Lenin die deutsche Post als Vorbild genommen. Wenn man die Damen angesprochen hat, dann haben sie die Einträge auch umgehend korrigiert. Kommunikation ist das A und O für einen zufriedenen Aufenthalt.
Es gab keine Probleme mit der Abrechnung, keine versteckten Gebühren und Kosten. Eine Restaurantrechnung war falsch, weil die Damen vom Grill Jule und Julia verwechselt hatten. Tadellos das Ganze.
Den Photoshop habe ich eigentlich nie in Anspruch genommen, da es mir darin zu kalt war. Jule hat aber mal einen Akku geliehen bekommen – kostenlos. Die Bar wird noch im Bereich Essen näher besprochen. Aber wir waren einige Abende länger auf der Basis und haben den Sonnenuntergang genossen und einmal einen Film über Bluefin Tuna Überfischung gesehen und jeden Morgen dort gefrühstückt.

Das Tauchen – american diving

Manta in PalauDas Tauchen mit Sam`s ist im allgemeinen auf Nitrox ausgelegt. Lufttaucher sind bei den normalen, bunt durcheinandergewürfelten Tauchgruppen nicht gerne gesehen. Man damit einfach zu tief tauchen kann und die Nullzeit fällt kürzer aus. Deko ist nicht erwünscht (aber auch nicht verboten)  wird aber doch  z.B. in Pelileu und den Wracks auch mit Nitrox schnell erreicht wird. Es kommt halt auch auf den Guide und  die Tauchgruppe an. Wenn man es wünscht, bekommt man auch Doppelflaschen, Dekogase bis 100% O2 oder auch Trimixfüllungen. Alles ist machbar muss aber extra abgesprochen und bezahlt werden. Es gibt Trimix Instruktoren und zertifizierte Höhlentaucher. Als Einzelperson nicht unbedingt interessant aber als Gruppe lässt sich einiges machen.
Unserer Tauchgänge liefen nach bekannten amerikanischen Muster ab. Maximale Tiefe bestimmt durch den PPO2 von 1,4 bei EAN31-33 (eigentlich EAN32). Dauer meist 45 (wenige) bis 70 (ein paar), mehrheitlich 65 Minuten. Nullzeit meist eingehalten. Wenn drei Tauchgänge gemacht wurden, dann wurden meist morgens zwei Tauchgänge mit einer OFP von gut einer Stunde gemacht. Anschließend Mittagspause auf einem Rock Island mit Strand (nur noch drei auf drei Rock-Islands erlaubt). Und dann der dritte Tauchgang. Bei zwei Tauchgängen wurde zwischen den beiden Tauchgängen ein Rock Island angefahren. Danach ging es entweder zum Jellyfish Lake, zur Chandelier Cave oder zur Basis und anschließend zum Wrack , ins Hafenbecken oder nach hause.

Manta

Manta

Im Laufe der Zeit hatte sich eine Grundcrew von Tauchern (wir zwei, Julia und Steffen, Petra und Arthur, Dietmar und Chris und Kathy) zusammengefunden, die immer mit denselben Guides (Richard und Alex) zusammen auf einem Boot waren. Der eine oder die andere fehlte mal und wurde durch wen anders ersetzt. Da wir ein fast reines German Boat waren, gab es natürlich auch Bier nach dem letzten Tauchgang.  Hat Mitreisende anderer Nationalitäten natürlich auch gefreut. Beim ersten mal hat es die Bardamen zwar gewundert und Richard musste zustimmen – Bier auf Tauchbooten ist wohl nicht die Regel…

Mandarinfisch

Mandarinfisch

Zum Fotografieren war diese Gruppe leider oft zu groß, da auch bei zwei Guides an der Blue Corner oder im German Channel alle an einer Stelle waren. Da es auch immer Spezialisten gibt, die nicht auf den Guide gehört haben und den Mantas entgegen oder hinterher geschwommen sind kam doch das eine oder andere mal Frust auf. Auch gibt es Knipser und Fisch-Popo-Liebhaber, die immer jedem Fisch hinterher schwimmen oder immer ankommen, wenn man etwas fotografiert und somit das Motiv verschrecken. So toll die Tauchplätze auch waren, als Fotograf war es doch manchmal frustrierend.

Das nächste Mal nur als Vereinsreise oder spezielle Fotografentour – eventuell auf dem Segelboot… Ab sechs Personen kann man bei Sam’s schon ein kleineres Boot bekommen.

Chandelier Cave

Chandelier Cave

Leider erfährt man immer erst am morgen wohin die Reise geht. Nur bei Spezialtrips (Pelileu) weiß man es vorher. Das ist etwas ungünstig, da vom Tauchplatz doch oft das Linsensetup abhängt. Fisheye für Mantas, 60er für Haie. Nachdem uns versprochen wurde, dass es am nächsten Tag in den German Channel ginge und am nächsten Morgen ein anderer Guide an Bord war und davon nichts wusste war Marcel doch leicht erbost. Er hat sich sehr beschwert, dass es so nicht anginge, da er extra das Fisheye für die Mantas montiert hatte. Leider waren alle anderen Boote schon weg und wir mussten mit dem Boot zufrieden sein. Was sollen wir sagen, es wurde der zweitbeste Tauchtag unseres Lebens. Der Beste folgte am Tag drauf, mit German Channel. Auf alle Fälle hatte das Gemecker geholfen und es wurde jeden Tag das gemacht, was wir wollten. Das hat zwar einige andere frustriert, weil sie entweder nicht zu den Mantas wollten oder keine Lust auf Steilwände hatten oder schon wieder zur Blue Corner oder in den Ulong Channel mussten. Aber Richard und Alex wussten was wir wollten. Im Gegensatz zu Jim, der uns zu einem tot langweiligen Korallengarten geführt hatte. Dafür fahren wir nicht nach Palau. Korallengärten gibt es hier im Roten Meer genügend. In Palau wollen wir Strömung, Haie, Haie, Steilwände, Haie, Mantas, Steilwände und Strömung.

Fazit zum Tauchen: nur noch als Gruppe mit bekannten Leuten.

Staff – die Sympathieträger

Eine “amerikanische” Basis legt Wert auf Freundlichkeit. Alle waren total nett und zuvorkommend. Zwar nicht so zuvorkommend wie auf den Philippinen, das ist bei dieser Größe aber auch nicht machbar. Die Damen vom Office, insbesondere unser Ansprechpartnerin Aireen, waren super nett und haben sich sofort um alles gekümmert. Die Mädels von der Bar waren phantastisch, haben tolles Essen gezaubert und waren super lieb.

Die Guides

  • Dexter war toll – ein Hingucker für die Frauen… Wir hatten einen Klasse Tag mit ihm und den beiden Herren aus Washington DC.
  • Der erste Tag auf Pelileu mit Matze war auch Klasse, super Guide.
  • Und nun zu unseren Dauerguides. Auch wenn es ein Engländer war, Richard war ein sehr guter Leadguide. Er hat alles gefunden, tolle Mantatauchgänge im Freiwasser des German Channel hinbekommen und hatte Verständnis für Fotografen, da er in seiner Freizeit dasselbe Hobby ausübt.
  • Auch seine Unterstützung Alex war phantastisch – nachdem sie wusste, dass wir tauchen können. Und hässlich war sie auch nicht 😉

Tom war, im Gegensatz zu seinem Boss, ein netter und sympathischer Videofilmer, der ein tolles Video, im Gegensatz zu seinem Boss, von uns gedreht hat. Und zu guter Letzt die Fahrer. Sie waren klasse und kommen natürlich in allen Reiseberichten immer viel zu wenig vor.

Tauchplätze – Hai-Lights ohne Ende

Es gibt ein paar Tauchplätze, die jeder Taucher auf der Welt mindestens einmal getaucht haben sollte. Davon liegen vier auf Palau. Diese möchte ich hier gerne kurz erwähnen.

  • Blue Corner / Blue Holes / Virgin Blue Hole
    Wohl der bekanntest Tauchplatz Palaus und in jeder Liste der Top 10 Tauchplätze dieser Welt geführt. Es ist ein Drop Off mit mehreren Möglichkeiten sich in der Strömung einzuhaken. Man steuert einen dieser Hooking-Points entweder direkt an oder beginnt, je nach Strömung in den Blue Holes oder im Virgin Blue Hole (enger), taucht dann die Wand entlang und lässt sich zum Schluss aufs Riffdach tragen, hängt sich ein und beobachtet, in der Strömung hängend Haie, Haie, Haie, Makrelen, Schnapper, Thunfische, Barakudas. Wenn mal keine Strömung ist, kann man gemütlich an der Wand tauchen oder das Riffdach nach Schaukelfischen absuchen.
  • Siaes Corner / Wall / Tunnel
    Die Siaes Corner ist ein ähnlicher Tauchplatz wie die Blue Corner. Es ist eine Steilwand (Siaes Wall) mit einer Höhle als möglicher Startpunkt (Siaes Tunnel) und einer Ecker (Siaes Corner) an der man sich in die Strömung einhängen und in der Strömung hängend Haie, Haie, Haie, Makrelen, Schnapper, Thunfische, Barakudas beobachten kann. Die Steilwand ist toller als an der Blue Corner und es ist im allgemeinen nicht so voll. Uns hat es besser als der sehr gute Tauchplatz Blue Corner gefallen
  • Ulong Channel
    Ein Kanal in der Nähe von Siaes Corner, beim Ulong Island. Hier trifft man im Gegensatz zum German Channel nicht auf Mantas sondern auf Haie, viele Haie. Es gibt einen Hooking Point wo die Haie näher als an den Corners kommen. Der Rest des Tauchgangs ist ein Strömungstauchgang durch den Kanal. Am Ende kommt dann eine “langweilige” Sandfläche. Dort tummeln sich dann fressende Haie, die Schwarmfische jagen. Dazwischen dann Yellow-Fin Tunas und große Stechrochen. Also die aufregendste Sandfläche der Welt.
  • German Channel
    Der Manta Spot auf Palau. Eigentlich mit Mantagarantie. Entweder morgens an einer der Putzerstationen in 15m oder 30m Tiefe oder abends im Feriwasser in der Strömung beim fressen. Die Sicht ist oft nicht so toll, aber die im Blau schwebenden Mantas sind einfach nur der Wahnsinn. Wenn man keinen Manta hat, einen Stechrochen und ein paar Haie findet man immer. Dazu schöne Korallen und für einen tollen Drift reicht es immer.
  • Sam’s Macro Wall
    Direkt an der Basis ins Wasser hüpfen lohnt sich für alle Makro-Fans, Muck-Diving Liebhaber und alle, die einen Mandarinfisch fotografieren wollen. Es lohnt sich dafür einen Tag frei zu nehmen. Tagsüber ist die Sicht besser. Abends wenn die Boot zurückkommen ist das Sediment zu aufgewühlt und es sind zu viele Leute im Wasser. Tagsüber hatten wir viele Schnecken, drei Seeschlangen, viele Mandarinfische und Sepien.
  • Chandelier Cave 
    Tolle Tropfsteinhöhle direkt bei Sam`s um die Ecke. In einer kleinen Gruppe, bzw. mit Erfahrenen Tauchern ein toller Tauchgang. Tolle Tropfsteine und Klasse Sicht.
  • Jelly Fish Lake
    Eigentlich kein Tauchgang. Es handelt sich um einen von sieben Seen auf den Rock-Islands, die von ungiftigen Quallen bewohnt sind. Dies ist der einzige öffentlich zugängige See. Tauchen ist nicht erlaubt aber Schnorcheln ist ein Muss. Tausende von kleinen, mittleren und großen Quallen umschwimmen einen und scheinen einen neugierig zu beäugen.
  • Ngerchong Inside 
    Und ein Negativbeispiel an Tauchplatz. Ein Korallengarten, den man in Ägypten an jedem besseren Hausriff findet. Wenn Euer Guide hier mit euch tauchen will, dann weigert euch. Es ist Zeit und Geldverschwendung.

Essen

Riffhai

Riffhai

Da wir nur ein Motel ohne Verpflegung hatten, mussten wir uns um unser abendliches Essen selber kümmern. Es gibt genügend Restaurant in Koror. Die Spannbreite reicht von deutscher bis koreanischer Küche. Wir haben verschiedenste Restaurants ausprobiert und dadurch einen guten Überblick über die Küche erhalten. Wir mögen kein Restaurant besonders hervorheben.  Nur soviel: das Blackened Sashimi im Krämers und die frischgepressten Fruchtsäfte im Mog Mog waren einfach unbeschreiblich gut.
Ein Restaurant können wir nicht empfehlen, das Rock Island Café. Für amerikanische Küche gibt es bessere Lokalitäten.
Grundsätzlich sind Rind- und Schweinefleisch minderer Qualität. Lieber Hähnchen und Fisch essen. Auch die Burgerbouletten sind gut.

  • abai coffehouse, (Europäisches Café)
    Korors bester Kaffee. Hier haben sie eine richtige Siebträgermaschine. Zum Kaffee gibt es leckere (Vollkorn)Bagel. Gelbes haus gegenüber dem Palast Hotel, nicht zu übersehen.
  • Bem Ermii (Amerikanisch Drive In)
    Kleiner Drive In u.a. direkt beim Baseballfield. Super leckere, frische Burger. Die Palauaner sagen, die besten Burger des Landes. Dem kann Marcel als Burgerfan nur zustimmen. Gut, lecker und günstig.
  • Botton Time Bar & Grill (Amerikanisch)
    Bar auf dem Gelände von Sam’s Tours. Frühstück sehr amerikanisch. Entweder Breakfest Buritos oder Pancakes nehmen. Abendessen super. Oft fangfrischen Yellofin vor Ort. Ein Fishburger hat keine Fischboulette drin sondern eine dicke Scheibe Yellofin. Ebenso bestehen die Fischstäbchen aus paniertem frischen Yellofin. Der glatte Wahnsinn. Da kann Kapitän Iglo abdanken….
  • Kaldos (Thai)
    Sehr leckerer Thai. Recht günstig und absolut geniale Frühlingsrollen. Unbedingt den Icetea trinken. An Palaus Hauptstraße, neben dem Thaj und dem Koreaner.
  • Krämers (Deutsch) Hier gibt es die einzigen Käsespätzle Mikronesiens. Muss man einfach probieren. Aber der Hammer ist das Blackened Sashimi. Ansonsten sehr gut Fischgerichte. Reservierung ist zu empfehlen, da es voll werden kann. Liegt im Industriegebiet / Rotlichtviertel bei der Raffinerie.
  • Noodles (Taiwanesisch)
    Hier gibt es günstig frisch zubereitete taiwanesische Nudeln in allen Varianten. Sieht unscheinbar aus, aber unbedingt probieren. Liegt in der Strasse zum Belau Museum, kurz hinter dem Baseballfield. Im selben Haus ein komischer Gebrauchtladen und ein Puff.
    Mog Mog (Japanisch / Palauanisch) Hier gibt es den besten frischen Fruchtsaft Korors – 6$ das Glas. Essen lecker und frisch. Fischsuppe ist mit Fischkopf und Augen. Sashima o.k. aber im Tototo und im Krämers besser. Leckeres und scharfes Kimchi. Hier gibt es Flughund (Fledermaus). Liegt direkt neben dem Einkaufszentrum von Peter, an der Shelltankstelle.
  • Rock Island Café (Amerikanisch)
    Uns hat es hier nicht geschmeckt. Chiliburger war ein Burger mit Chili con Carne über den Burger gekippt. Bähhh. Wer amerikanisch essen will lieber zu Bem Ermii oder in die Botton Time Bar & Grill von Sam’s.
  • The Taj (Indisch)
    Das teuerste Restaurant Korors. An der Hauptstrasse neben dem Koreaner. Schöne Dachterrasse und sehr leckeres indisches Essen. Wer indisch mag unbedingt hin.
  • Tototo (Japanisch / Palauanisch)
    In Koror Downtown gelegen. Schräg gegenüber dem Haus des deutschen Honorarkonsuls im ersten Stock gelegen. Man geht durch ein Internet Café. Traditionell palauanische und japanische Küche. Sashimi besser als im Mog Mog. Hier gibt es auch Flughund.

Fazit

Riffhai

Riffhai

Es kann nur ein kurzes Fazit geben. Wir kommen wieder und wer noch nicht auf Palau war muss unbedingt hinfahren.  Wir hatten im Herbst 2011 kurz überlegt, ob wir wieder hinfahren.
Wir haben hier die besten Tauchtage unseres Lebens gehabt. Auch gerne wieder mit Sam’s Tours. Dann als Gruppe und Richard oder Dexter als gebuchten Leadguide und Alex als zweiten.

 

Der erste Tag auf Pelileu mit Matze war auch Klasse, super Guide.

Fazit zum Tauchen: nur noch als Gruppe mit bekannten Leuten.

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