Prolog

Haarsternpracht

Zu den Fotos

Zu Beginn der Wintersaison 2010/11 sind wir Mitte November, rechtzeitig mit dem ersten Schnee, Richtung Philippinen gestartet (zum Bericht Philippinen) und nach einer Woche Makro-Tauchen sind wir weiter nach Palau gereist. Die Anreise auf die Philippinen (Manila) erfolgte mit KLM über Amsterdam. Nicht der günstigste Flug aber der mit der kürzesten Reisezeit und ohne (un)interessante Aufenthalte auf arabischen Flughäfen.
Von Manila sind wir mit Continental Micronesia nach Koror geflogen. Die Flüge waren normal ereignislos. Beim Check-In München mussten wir 30 Minuten mit einer sehr inkompetenten jungen Dame von KLM über Celles Blitz- und Lampenakkus diskutieren. Als Tipp an das KLM Bodenpersonal: Bitte nur Fragen stellen, bei denen man die Antwort verstehen könnte… Auf die Frage der Dame, was es für Akkus seien, habe ich geantwortet: “Nickel Cadmium” (was nicht stimmte, es waren Nickel Metall Hybrid, aber in diesem Fall wohl egal). Die Dame fragte noch mal nach, ich wiederholte: “Nickel Cadmium.” Sie wurde leicht aggressiv und fragte noch mal nach: “Was für ein Akku? Lithium Ionen?” Und ich sagte zum dritten mal: “Nickel Cadmium” (was noch immer nicht stimmte, aber ich wollte die Dame jetzt nicht total verwirren). Dann wollte sie mir noch raten meine Blitzakkus ins Aufgabegepäck zu tun und mir erzählen, dass meine Akkus anmeldepflichtig seien.

Auf dem Rücklug von Manila ist das Inflight-Entertainment-System ausgefallen. Sehr lange 13,5 Stunden Flug.
Schäfchen und Schweinchen haben sich in Amsterdam zum Kiffen verdrückt, sind vermutlich nach Jamaika abgehauen. Nach ein paar Wochen sind sie wieder, abgemagert und verlottert, aufgetaucht.

Reisebericht Philippinen

 Batangas in der Nähe des Molochs Manila

Anemonenfisch

Da wir keinen günstigen Flug mit Air China (Taiwan) nach Koror bekommen haben, sind wir über Manila geflogen. Da die Philippinen bei uns auf dem Reiseplan standen und noch immer bzw wieder stehen, haben wir uns entschlossen eine Woche dort zu verbringen. Der Einfachheit halber haben wir uns für eine Location in der “Nähe” von Manila entschieden. Unsere Wahl fiel auf den Club Ocellaris, ein auf Fotografen spezialisiertes Hotel mit Tauchbasis. Die Fahrt von Manila zum Club dauerte mehr als vier Stunden. Verkehr auf den Philippinen ist leicht chaotisch.

Club Ocellaris – klein aber fein

anemonenfischDer Club ist ein auf Fotografen spezialisiertes Ressort. So haben wir dort z.B. Woody Mayhew von Nexus America, dem Erfinder von Woody’s Diopter getroffen. Das “Hotel” besteht aus einfachen Räumen im Haupthaus oder kleinen, besser ausgestattet Häuschen, die tsunamisicher in den Hang gebaut und von Bäumen eingerahmt sind. Die Räume sind nicht luxuriös aber gemütlich, der Ausblick vom Hang über das Meer einfach phantastisch.
Ausstattung war mit Dusche, zwei Queensize Betten und Aircon. Es steht kostenlos WiFi zur Verfügung. Die Anbindung reicht auch für Skype‑Videotelefonie.

 Das Essen – leckeres zu individuellen Zeiten

Essen gibt es wann man will. Genau, richtig gelesen. Es gibt keine vorgeschriebenen Essenszeiten. Man sagt vorher, wann man in etwas Frühstück haben möchte, dann gibt es Frühstück, wenn man auf die Terrasse kommt. Mittagessen gibt es nach den morgendlichen Tauchausflügen und Abendbrot nach den Nachmittagstauchgängen oder nach dem Nachttauchgang, je nach Wunsch. Das Essen war immer sehr lecker. Es gab immer frisches Obst und frische Fruchtsäfte sowie ein kleines Buffet mit täglich frisch zubereiteten Speisen. Häufig frisch vor dem Club gefangene Fische. Kaffee und frisches Wasser stehen immer kostenfrei zur Verfügung. Softdrinks und Bier stehen in einer Kühlbox bereit, müssen aber bezahlt werden.
Wer Tee mag, bitte selber mitbringen oder wenn Woody da ist seinen trinken. Sorry Woody for steeling your tea the first dasys…)

Mitarbeiter – netter geht nicht

Das Personal ist unglaublich freundlich und hilfsbereit. Ausrüstung schleppen oder spülen muss man hier nicht. Es wird alles vom kompetenten Personal geregelt. Wer Angst hat, dass Wasser in seinen Atemregler läuft, der kann beruhigt sein. Die Ausrüstung wird komplett montiert gespült, samt Flasche.
Unser Guide war klasse, was er alles gefunden hat, top.
Die Damen in der Küche und im Service einfach nur gut. Man hatte nie ein leeres Glas Wasser es wird immer sofort wieder aufgefüllt, wenn es sich zu ende neigt.

Tauchen – individuell trotz Guide

Obwohl man immer einen Guide dabei hat – in unserem Fall einen für uns zwei – taucht man ganz individuell. Wenn man gefrühstückt hat und einem die Lust zum Tauchen überkommt, geht man zu seinem Guide und sagt, dass man in 15 Minuten los möchte. Daraufhin wird das Boot mit dem Equipment beladen Tauchzeit ist nicht begrenzt. Entweder bis Lust oder Luft alle ist. Die Tauchplätze sind phantastisch, nicht nur für Makro Liebhaber. Es gibt neben den klassischen Muck-Diving Spots (Basura, Kai, Secret Bay) tolle Tauchplätze, die auch alle anderen begeistert. Steilwandfans ausgenommen. Aber Tiefe ist trotzdem möglich…

 

Es gibt nicht wirklich viel Großfisch, dafür fährt man nicht nach Anilao, aber trotzdem toll bewachsen Riffe. Haarsterne in verschiedensten Farben, bunte Korallen und viele Rifffische dominieren das Bild. Für Schneckenliebhaber ist es ein Paradies, ebenfalls anzutreffen Pygi-Seepferdchen, Anglerfische, verschiedenste Nemos, klasse Krebse und Krabben. Die Guides kennen sich aus und zeigen einem alles. Das Tauchen ist hier ein bisschen anders als im Roten Meer. Es wird auch schon mal ein Seestern umgedreht oder ein Krebs sanft überzeugt. Aber alles sehr vorsichtig.

Fazit – Wir kommen wieder

Wir werden den Philippinen wieder einen Besuch abstatten und auf alle Fälle auch im Club O. noch einmal einkehren.

Zu den Fotos