Wohnen in Assala

Wir waren vom 26-01-09 bis zum 02-02-09 zum zweiten Mal in  Dahab, auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten. Gewohnt haben wir diesmal privat in Assala. Es hat uns als Unterkunft bisher am besten gefallen, besser als jedes Luxushotel. Man ist doch näher am ägyptischen Leben, wenn man nicht in einer Touristenburg residiert.
Die Selbstversorgung mit Lebensmitteln  ist in Dahab auch ohne Ägyptisch oder Arabisch Kenntnisse überhaupt kein Problem. Z.B. gibt es für das Frühstück die German Bakery . Außerdem war der Assala Market direkt um die Ecke. Dort hat man eigentlich alles für den täglichen Bedarf bekommen. Kriminalität hat man in Dahab im allgemeinen und in Assala im besonderen nicht zu fürchten – auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht anders wirkt.
Die Beduinen sind alle super nett, wir hatten eher das Gefühl, dass alle aufeinander aufpassen (oder haben sich alle gegenseitig bespitzelt???). Wer weitere Infos zum im Januar beschaulichen Dahab sucht, der findet hier bestimmt das richtige: http://www.dahab-info.com/de/ Abends waren wir – wenn wir nicht zu müde waren und nur Brezen aus der Bakery gegessen haben (wir wohnen schon zu lange in Bayern…) –  in einem der Restaurants. Leider hatten nicht wenige hatten Ferien, da in Dahab wirklich gar nichts los war…

Abendessen in Dahab

Am ersten Abend waren wir mit Silvie (unsere Gastgeberin, Basenleiterin und Grund für unseren Trip nach Dahab) in der Funny Mummy. Das Essen hat uns nicht vom Hocker gehauen, aber die Atmosphäre war erstklassig. Direkt am Meer auf dem Boden sitzen, sich vom offenen Feuer wärmen lassen und den vielen Katzen beim Betteln und Essen stibitzen zuschauen. Das Personal besorgt einem auch alkoholische Getränke von nebenan. Die Mummy selber hat keine Lizenz.
An einem anderen Tag waren wir im Carm Inn, in der Nähe vom Lighthouse. Super gemütliches, sehr kleines Lokal mit vielen vegetarischen Leckerereien. Hier hätten die Katzen von der Mummy dann die Mäuse fangen können. Da hier ein Hund lebt, waren keine Katzen da, dafür aber nette Mäuschen…
Zwischendrin haben wir dann noch mit dem Staff der Extra Divers ein Wadi-Dinner gehabt. Die Beduinen haben wirklich ein bezauberndes Essen auf die Beine gestellt. So eine Aktion ist jedem zu empfehlen. Aber denkt dran, eigenes Bier mitbringen, die Bedus sind sehr traditionell, die rauchen ihre Drogen…
Den letzten Abend haben wir mit Silvie beim einzigen echten Italiener Dahabs verbracht; dem Eldorado. Auch hier darf / muss der Alkohol selber mitgebracht werden. Für ägyptische Verhältnisse gab es hier eine richtig gute Pizza – und was übrig blieb wurde uns sogar eingepackt. Wie es sich für einen guten Italiener gehört muss normaler Weise – außer im Januar – ein Tisch vorab bestellt werden, da es immer sehr voll ist.
Wer sich in Dahab eine Existenz aufbauen möchte, der kann etwas ganz traditionelles kaufen. Das Tota stand nach 25 Jahren zum Verkauf.

Extradivers, Silvie und Tauchen

So, nun zum zweitwichtigstem nach dem Essen, dem Tauchen. Da wir Silvie besucht haben und sie im Dezember die Leitung der Extra-Divers Basis in Dahab übernommen hat, war klar, dass wir auch bei den ED tauchen würden. Normalerweise eine Basis, die bei unseren persönlichen Auswahlkriterien nicht in Betracht kommen würde (die ED sind ja im Großen und Ganzen für ihre restriktive Tauchpolitik bekannt – 30m, 60min, keine Deko). Aber wer die Chefin kennt…:-) Für alle anderen gilt: Wer sich mit diesen Limits anfreunden kann und kein Problem damit hat am Ende seines Tauchgangs Tief und Dauer dem Guide zu nennen, der findet mit den ED eine wirklich professionelle Basis. Alles ist hervorragend geplant, auch schwierige Kunden werden zuvorkommend behandelt und die Leihausrüstung ist – wie die ganze Basis – in einem sehr guten Zustand.
Wer nach dem Check-Dive als selbstständiger Taucher eingestuft wird, der kann in den oben genannten Grenzen vollkommen frei tauchen – muss aber nicht. Wer lieber einem der netten und kompetenten Guides folgen möchte, kann dies aber auch machen.
Da die ED morgens um spätestens 8:30 zu den Tauchplätzen aufbrachen (alle Tauchplätze werden mit Jeep und Pick Up angefahren), waren wir immer die ersten an den Plätzen – naja, das ist im Januar auch nicht sonderlich schwer, aber im Sommer ungemein wichtig…
Leider fährt man zwischen den Tauchgängen immer wieder zurück zur Basis, bzw. zum Hotel. Da die meisten Gäste im Swiss Inn wohnen und dort, genauso wie die Crew, verpflegt werden verständlich.
Aber ein Tag am Blue Hole oder im Süden bei den Caves oder Umm Sid hätte auch was. Ausflüge nach Ras Mohammed oder zur Thisselgorm haben wir nicht gemacht, da wir ohne Visum da waren. Außerdem wollen wir nochmal nach Sharm und von dort ist es näher und günstiger.
Was noch besonders hervorzuheben ist, es gibt bei den ED Stahflaschen zu 12 oder 15 Litern (ohne Aufpreis) und Nitrox von 32-36 Prozent für 3 Euro Aufpreis je Flasche. Nach den Tauchgängen werden gemeinsam – wenn das Interesse besteht – die gesehenen Fische, Schnecken und Korallen bestimmt. Wer möchte kann dabei ein schönes kühles Sakara trinken. Das Hausriff der ED ist nicht spektakulär wie vom Tropitel aber es gibt Seepferdchen, Muränen (Graue Muränen und sogar eine Zebra Muräne)und viele Feuerfische.

Zu den Tauchplätzen in Dahab ist eigentlich nicht mehr viel zu sagen, sie sind – auch wenn man dem Canyon die vielen Taucher ansieht – immer noch sehr schön. Der Beste Platz ist und bleibt aber Bells. Leider waren wir nur einmal da, was definitiv zu wenig ist. Die Gorgonie bei Umm Sid war aber auch sehr schön. Und endlich ein bisschen Strömung über dem Tischkorallenfeld.

Viel Glück!!!

Silvi, wir wünschen Dir viel Erfolg bei den Extradivern. Auf dass Dein erstes Jahr als Chefin nicht zu stressig wird und all Dein Staff auch schön folgsam ist 🙂

Schlusswort

Wir werden auf alle Fälle in ein paar Jahren wieder nach Dahab kommen, aber Sharm ruft (noch immer nicht geschafft und nuweiba ruft auch) und der Süden muss auch mal wieder inspiziert werden (haben wir inzwischen zweimal gemacht).
Achja, wir waren mit unseren Trockis tauchen, da wir letztes Jahr in Safaga so gefrohren hatten. Es war zwar warm, der Wind war nicht so stark aber wir haben es nicht bereut. Nie wieder ohne Trocki im Winter nach Ägypten. Last but not least: Danke für die T-Shirts! (Wir haben nämlich jeder ein T-Shirt von den ED geschenkt bekommen)

Zu den Tauchplätzen in Dahab ist eigentlich nicht mehr viel zu sagen, sie sind – auch wenn man dem Canyon die vielen Taucher ansieht – immer noch sehr schön. Der Beste Platz ist und bleibt aber Bells. Leider waren wir nur einmal da, was definitiv zu wenig ist. Die Gorgonie bei Umm Sid war aber auch sehr schön. Und endlich ein bisschen Strömung über dem Tischkorallenfeld.