Prolog

Vom 02.11.2008 (Abreise) bis 24.1.20081 (Rückkehr) waren wir in der Baja California Sur (südliches Niederkalifornien) und in Mexico City (20.11 mit 23.11). Der Hauptteil der Reise bestand in einem Tauchaufenthalt im Club Cantamar bei La Paz. Dieser wurde kurz unterbrochen durch eine viertägige Reise durch die südliche Baja California Sur (Punta Colorada, Cabo Pulmo, Cabo San Luca). Den Abschluss bildeten dann ein paar Tage in einer der größten Städte der Welt mit einem Besuch in Teotihuacán.

Anreise

Gebucht haben wir die Reise über Discover Mexico Diving – Moni und Helmut hatten das ganze auf der Boot eingefädelt.
Die Atlantiküberquerung machten wir – trotz aller Warnungen – mit Iberia und waren positiv überrascht. Auch wenn es die gute Frau am Check nicht geschafft hat sechs Personen zusammen zu setzen – obwohl wir die ersten in der Schlange waren und es bei ihr auch nicht möglich war bis La Paz durchzuchecken.
Für uns besonders wichtig: Das vegetarische Essen war lecker. (2008 waren wir noch Vegetarier). Es wurde uns immer kurz vor den normalen Essen gebracht. Es gab keinerlei Problem beim Umsteigen in Madrid und Mexiko-City. Dank der Iberia-Dame in München mussten wir samt Gepäck in Mexiko City die Terminals wechseln. Dies war mit der Einschienenbahn dann doch sehr schnell erledigt.
Das einzige, was etwas nervig war, waren die Gepäckbestimmungen. Bei Iberia dürfen auf Interkontinentalflügen 2 Gepäckstücke a 23 Kilo pP mitgenommen werden. ABER Tauchgepäck kostet immer 150,00 extra. Laut Iberia muss gemischt gepackt werden, damit die Gebühr nicht anfällt. Wir hatten uns schon auf Diskussionen am Check In eingestellt und wurden wieder einmal positiv überrascht. Es ging alles glatt.
Beim Rückflug von La Paz nach Mexiko Stadt mussten wir dann anders packen, da bei einem reinen Inlandsflug – ohne direkten interkontinentalen Anschluss – andere Gepäckbestimmungen gelten. 1 Gepäckstück pP mit 25 Kilo. Aber glücklicherweise nehmen es die Mexikaner nicht so genau, was hier mal positiv war.
Auf beiden Atlantikflügen hatten wir dann noch zwei Schreckerlebnisse. Auf dem Hinflug ist ein Passagier durchgedreht und hat dabei der schlafenden Jule eine Schlag vor die Brust verpasst, bevor er auf einen Monitor eingeschlagen und noch andere Passagiere und eine Stewardess geschlagen hat. Dem Personal gelang es den Mann zu beruhigen und für den Rest des Fluges ruhig zu stellen. Der Mann hatte vermutlich eine Panikattacke.
Beim Landeanflug in München – die Fahrwerke waren schon ausgefahren – musste der Pilot noch einmal neu durchstarten, es befand sich noch ein anderes Flugzeug auf dem Rollfeld. Wir hatten es zwar von rechts anrollen gesehen, uns aber nichts dabei gedacht.

Tauchen in der Sea of Cortez

Tauchen im Pazifik ist schon etwas anders als im Roten oder im Mittelmeer. Als erstes fällt der Planktonreichtum auf, dann fehlen die Korallen aus dem Roten Meer. Dies lässt es wie das Mittelmeer mit lauter bunten Fischen, wie im Roten Meer, aussehen. Aber es gibt von allen viel mehr und z.T. viel größer. Wo sieht man im Roten Meer noch Zackis, die über einen Meter groß sind? Oder Igelfischschwärme? Durch den Planktonreichtum ist die Sicht aber nie richtig optimal und durch die fehlenden Korallen ist es immer ein bisschen grau. Wer sich daran nicht stört und wenn das Wetter stimmt, dann hat man in der Sea of Cortez wunderbare Tauchgänge – besonders mit den Seelöwen.
In Golf von Kalifornien gibt es neben den Igelfischen viele Muränen, große Doktor und Kaiserfische, verschiedenste Barsche, Brunnenbauer und Sandaale. Aber auch große Schnapper und Makrelen, Mobulas , Fledermaus- (Myliobatis californica )und Adlerrochen sowie Bullseye Rays (Diplobatus ommata).
Das Tauchen ist etwas anders als man es hier in Deutschland gewöhnt ist. Drei kurze Tauchgänge schnell hintereinander. Eigentlich dauert ein Tauchgang nur max. 45 Minuten aber Dank Martin und seiner Ingolstädter Tauchgruppe gab es für die „Germans“ eine Lockerung der Regelung. Der Tauchgangverlängerung schlossen sich dann auch die meisten anderen an, was dazu führte, dass wir manchmal erst recht spät wieder in der Basis waren – sehr zum Leidweisen des einen oder anderen Guides…
Im Wasser wurde man dann von den Guides in Ruhe gelassen und wir konnten entspannt alleine Tauchen. Leider war es an Bord manchmal recht hektisch, da es z.T. nur Oberflächenpausen von einer Stunde gab und zwischendrin auch noch der Tauchplatz gewechselt wurde. Die äußeren Tauchplätze, insbesondere El Bajo und La Reina sind nur bei gutem Wetter und den richtigen Windverhältnissen anfahrbar. Bedingt gilt dies auch für Los Islotos. Wir hatten leider das Problem, dass bis zum Vollmond des Öfteren starker Wind herrschte und wir uns mit den Innenriffen begnügen mussten. Je nach Witterungsverhältnissen kann die Sicht sehr schlecht sein.
Auf den Bootsausfahrten hatten wir des öfteren die berühmten springenden Mobulas gesichtet. Zweimal wurden wir von Delfinen begleitet und in etwas weiterer Entfernung sonnte sich ein Wal.

Die Cantamar Basis

Im Großen und Ganzen machte die Basis einen recht ordentlichen Eindruck. Für die Tauchsachen standen abschließbare Gitterverschläge zur Verfügung (Schlösser selber mitbringen oder für 20 Pesos an der Rezeption zu erwerben). Bügel in den verschiedensten Varianten und Kisten in allem möglichen Größen waren auch vorhanden. Zum Abspülen der Ausrüstung gab es zwei Becken mit etlichen Spritzpistolen. Flaschen waren die obligatorischen 80 Cuft (11,1l) Alu-Tanks mit Int-Ventil.
Nitrox kostet extra und wurde nur in homöopathischen Dosen (29%-31%) in die Flaschen gefüllt. 15 Liter Flaschen waren auf Anfrage und Aufpreis (außer sonntags, da hat der Kompressormeister frei) verfügbar.

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten hat es auch mit dem vegetarischen Essen geklappt. In den ersten Tagen wurde es manchmal vergessen. Das Essen wurde nach dem zweiten Tauchgang serviert, nach dem ersten gab es Obst, Kekse und Chips. Wasser und Softdrinks war auch genügend an Bord. Die Boote waren im Großen und Ganzen in einem brauchbaren Zustand aber ein bißchen mehr Pflege hätte nicht geschadet. Da Jule aus einer Seemannsfamilie kommt, ist das Verständnis für Rost und abblätternden Lack nicht sonderlich groß. Es gibt auch keinen Grund sich nicht um sein Arbeitsgerät zu kümmern. Etwas mehr Pflege würde den Booten schon gut tun.

Die Gruppeneinteilung erfolgte morgens über eine Tafel (wo wir dann auch einmal vergessen wurden), manchmal mit einem schönen Chaos verbunden. Als Martin mit seiner Gruppe noch da war, gab es immer ein German-Boat. Manchmal noch mit der amerikanischen Tauchgruppe um Doddy und Jody oder ein paar Einzeltauchern aufgefüllt. Es wurde nicht immer darauf geachtet, dass die Tauchgruppen von der Erfahrung her zusammenpassten. Das ist mit Sicherheit noch Verbesserungswürdig. Von den Guides möchten wir Vico hervorheben, er war wirklich ein ruhiger und erfahrener Guide. Der einzige, der den Hammerhaien an El Bajo nicht wild winkend und bangend entgegen tauchte. Die Fahrt zu den Tauchplätzen dauerte je nach Spot und Boot bis zu 2,5 Stunden. Zweimal haben wir den Walhai-Flugzeugsuche-Service in Anspruch genommen (25 USD pP). Beim ersten mal komplett erfolglos. Beim zweiten mal haben wir wenigstens einen Manta gefunden. Das arme Tier war kurz zuvor von der Universität markiert worden und dementsprechend verstört.

Das Hotel Club Cantamar

Der Club Cantamar ist ein Monopolist. Keine andere Basis liegt so dicht an den Tauchplätzen und hat dazu solche großen und komfortablen Tagesboote.
Die Zimmer sind soweit in Ordnung, wenn man ein Zimmer mit Balkon und ohne Verbindungstür zu einem Nachbarraum bekommt. Unser drittes Zimmer hatte Balkon und keine Verbindungstür. Warum wir dieses Zimmer nicht gleich bekommen haben sondern dreimal das Gepäck schleppen mussten, wissen wir nicht. Die Zimmer haben kein separates Badezimmer, alles ist im Raum integriert, nur die Toilette ist extra. Im Zimmer gibt es je nach Zufall einen Wasserkocher oder eine Kaffeemaschine. Kaffee gibt es für 25 Pesos pro Doppelportion an der Rezeption. Ansonsten ist die Einrichtung schlicht aber in Ordnung.
Da wir im Erdgeschoß gewohnt haben, haben wir von den LKWs, die nachts die Fähre verlassen, nichts mitbekommen. Das Hotel liegt halt direkt im Industriehafen von La Paz.

Am Anfang hatten wir ein Probleme mit Mücken, aber Dank Gecko, Klimaanlage und Zeitung war das Problem recht schnell erledigt. Kostenloses Wasser steht vor den Zimmern in Wasserspendern zur Verfügung und wird täglich erneuert.

Das Restaurant

Wir hatten „Fullboard“, d.h. Vollpension gebucht, da wir keine Lust hatten uns noch abends auf Nahrungssuche begeben zu müssen. Da der Club außerhalb liegt, und es nur noch ein weiteres Strandrestaurant gibt, wäre man auf den Hoteleigenen Shuttle Service oder ein Taxi angewiesen. Das Restaurant ist der absolute Schwachpunkt des ganzen Clubs.
Morgens gab es noch nicht einmal genügend Tassen für alle Gäste – die vorhanden hatten oft einen Sprung oder abgeschlagene Ecken. Auch wurde immer wieder vergessen, dass man zum Essen Besteck oder Teller benötigt. Das es mit dem vegetarischen Essen am Anfang nicht geklappt hat, darüber können wir jetzt nur noch schmunzeln, hat uns dort aber schon sehr verärgert. Ob es Leute gibt, die Cornflakes ohne Milch nehmen, weiß ich nicht, denn sie fehlte auch in steter Regelmäßigkeit… Alle litten scheinbar unter einer eigenartigen Vergesslichkeit.

Luca

Wenn Luca, der einzige Kellner, der diese Bezeichnung verdient, nicht da war, dann war es nur noch Chaos. Leider war Luca nur abends vor Ort und hatte auch noch einen Tag in der Woche frei.
In der ersten Woche gab es noch morgens und abends Buffet. Außerdem wurde einem in etwa das zubereitet, was man sich wünscht. Man muss es nur wissen. So hatte es sich nach ein paar Tagen alles eingespielt. Wir orderten unser Frühstücksomelette, fragten nach Milch für die Cornflakes, versuchten eine heile Tasse zu ergattern und warteten auf Besteck.

Doch dann kam alles anders.

 

Die Hauptsaison war vorbei und es gab jetzt Essen a la Carte. Essen a la Carte, dass hört sich doch gut an, oder? Zum Frühstück gab es jetzt nicht mehr Omelette und Pfannkuchen und Cornflakes sondern Omelette oder Pfannkuchen oder Cornflakes. Wenigsten gab es noch weiterhin das Obst. Abends ebenso. Es gab zwei Gerichte pro Tag zur Auswahl (wir Vegetarier bekamen glücklicher Weise unser Spezialmenü).
Leider galt dieselbe Karte auch in der nächsten Woche, und die Montagsgerichte waren dieselben… Eventuell ist es besser nur Frühstück zu buchen und auswärts zu essen oder im Restaurant „das echte a la Carte“ Menü zu wählen. Dies wird dann aber auch teurer.

Fazit Club Cantamar

Zum Club Cantamar gibt es aufgrund seiner monopolartigen Stellung kaum eine wirkliche Alternative. Der Tauchbetrieb funktioniert reibungslos und das Tauchen macht auch Spaß, wenn man sich durchsetzen kann und die Tauchgänge nicht auf 45 Minuten reglementiert sind. Vollpension im Restaurant ist (wenn überhaupt) nur während der Buffet-Zeit zu empfehlen. Leider macht alles in allem einen leicht chaotischen und etwas in die Jahre gekommenen Eindruck. Irgendwie hat man das Gefühl, dass die interne Kommunikation nicht funktioniert und es an Professionalität mangelt. Lobend erwähnen müssen wir trotz al dieser kleinen Ärgernisse den Koch, der uns immer ein leckeres vegetarisches Sondermenü gebrutzelt hat; Luca, der uns immer einen Tisch reserviert und gedeckt hat und Vico, den einzigen Guide im Cantamar, der diese Bezeichnung auch wirklich verdient.

Die Tauchplätze in La Paz

  • Los Islotos
    Eigentlich kein besonderer Tauchplatz, nicht besonders Tief (maximal 30m) und keine großen Fischschwärme. ABER hier wohnen die nettesten, süßesten und verspieltesten Seelöwen der Welt. Alleine wegen dieses Tauchplatzes lohnt sich Reise nach La Paz. Die Seelöwen kommen gerne direkt zu den Tauchern und zupfen an deren Ausrüstung, schauen ihnen keck in die Augen oder schwimmen ihnen in die Arme. Seelöwen ärgern auch gerne mal die überall vorhandenen Seesterne oder Igelfische.
  • El Bajo
    Ein Unterwasserberg weiter draußen in der Sea of Cortez. Lange Anfahrtszeit und nur bei sehr ruhiger See und wenig Wind betauchbar. Hier können sehr starke (oberflächen)-Strömungen vorherrschen. Dafür kann man aber auch mit Hammerhaien und Mantas belohnt werden. Absolut kein Anfängerspot. Wir hatten das Glück gleich beim ersten Tauchgang sechs Hammerhaie zu sehen. Aber die Strömung war oben auch sehr heftig und die Sicht nicht berauschend. Trotzdem ein unvergessliches Erlebnis.
  • La Reina
    Auch dieser Spot hat eine längere Anfahrtszeit und benötigt gutes Wetter. Belohnt wird man aber mit einem unglaublich großen Sardinenschwarm. Millionen von Fischen, die den Tag zur Nacht werden lassen können. Leider ist die Manta-Putzerstation schon seit mehreren Jahren verweist. Sie kommen nicht mehr. Aber Vorsicht, auch hier können sehr starke Strömungen herrschen. Auf der kleinen Insel in der Mitte des Tauchplatzes wohnen ein paar Seelöwen.
  • Swany Rock
    Swany wird häufig als dritter Tauchplatz angefahren. Es ist ein knapp 200m langes Riff mit sehr vielen Fischen und schönem Bewuchs. Die Schwärme sind zwar nicht so riesig wie bei La Reina aber trotzdem klasse. Hier wohnen ein paar pelagische Seelöwen. Außerdem haben wir hier unser erstes Seepferd gesehen. Swany ist der Grund für den Untergang der Salvatierra.
  • El Bajito
    El Bajito ist ein quadratisches Riff mit vielen Canyons und spalten. Es liegt rund sechs Meter unter der Oberfläche. Wir haben hier einen Tauchgang gemacht und es war eine recht ordentliche Strömung, so dass wir immer mal wieder zur Erholung in die Canyons abtauchen mußten. Viele Oktopusse und Muränen.
  • Fang Ming
    Sehr schönes Wrack eines kleinen Frachters. Das Schiff ist auch für Anfänger penetrierbar. Die Sicht in Ebene -2 war aber zum betauchen zu schlecht. Wir hatten Barakudas, Schildkröten und einen jagenden Seehund.
  • Salvatierra
    Wrack einer Fähre, die auf Swany Rock aufgelaufen war. Komplett auseinander gebrochen und nicht penetrierbar. Bei guter Sicht ein sehr schöner Tauchplatz. Sehr nett die ganzen LKW-Teile (z.T. Tankwagen), die überall herumliegen. Viele Fische.
  • El Mano
    Unter 30m eine Sprungschicht, dort gute Sicht und ein schönes Feld von schwarzen Korallen. Im Flachbereich einige Felsen mit vielen Verstecken.
  • Old Sealion Colonny
    Im 30m Bereich eine Feld mit kleinen Gorgonien. Dort haben wir auch eine kleine Schule Adlerrochen und einen Zackischwarm angetroffen. Etwas tiefen soll es noch eine Steilwand geben, die uns aber erst später verraten wurde. Im Flachbereich viele Felsen mit Fischen – es soll dort auch Seepferdchen geben.
  • Whale Island
    Eine kleine walförmige Insel mit einer Höhle und einem Unterwassertunnel. Der Tunnel war sehr schön bewachsen und von Krustentieren bewohnt. Teilweise sehr eng und sollte nicht von zu dicken Tauchern betaucht werden. Außerhalb schöne Felsformationen und ein Schwarm kleiner Fische.
  • Corralito
    Felsen mit Korallen bewachsen. Davor eine Sandfläche mit Aalen, Steinbeißern und Zitterrochen. Wir hatten das Glück im Flachbereich zwei Mobulas zu begegnen.

Auf in den Süden…

Um noch einen weiteren Eindruck von der Baja California zu bekommen haben wir eine kleine Rundreise durch den Süden der Baja California Sur unternommen. Dank einer glücklichen Fügung war unser Dodge nicht verfügbar und wir haben einen Jeep Wrangler als Ersatz bekommen. Das zweite Auto auf dieser Tour war ein Dodge. Trotzdem haben wir uns auf die Küstenstraße Richtung Punta Colorada gemacht. Mit unserem Jeep kein Problem. Für den Dodge war es dann doch schon schwieriger und hat auch einen Reifen gekostet. Aber dafür wurden wir mit einer Traumhaften Aussicht belohnt.

Punta Colorada

Unser Ziel war das sehr versteckt liegende Hotel Punta Colorada Es ist ein traumhaft ruhiges Hotel voller Fischdiebe. Taucher sind dort nicht so häufig anzutreffen. Hier hätten wir gut und gerne noch einige Tage länger verbringen können. Für unseren Tauchtag hat uns Jorge mit einem kleinen Motorboot abgeholt. Kostenpunkt 115 US pro Person (zwei TG inkl. Getränke und Mittagessen). Jorge war der erste Vegetarier, der uns in Mexico über den Weg gelaufen ist, dementsprechend gut war dann auch das vegetarische Mittagessen. Wer mit Jorge tauchen möchte, einfach eine Email an uns schicken, wir leiten diese dann weiter.

Tauchplätze bei Punta Colorada / Cabo Pulmo

  • Le Isloto
    Der erste Tauchgang fand an Le Isloto statt, einem kleinen Unterwasserberg, der im tieferen Bereich recht unspektakulär ist aber im Flachen sehr schöne Weichkorallen zu bieten hat.
  • El Bajio
    Auch hier gibt es einen Seamount. Diesmal haben wir einen schönen Drifttauchgang am Seamount entlang gemacht. Da hier das Fischen und Angeln verboten ist, waren viele große Fische anzutreffen. Große Zackis und große Schnapper. Endlich haben wir auch einen richtigen Schwarm an Kugelfischen gesehen. Das spektakulärste hat Marcel natürlich verpasst. Eine Schule von 80 Fledermaus Rochen (inkl. Dreier Mobulas). Einer der schönsten Tauchgänge ohne Seelöwen. (auch ohne den Rochenschwarm).

San Jose del Cabo

Anschließend ging es weiter nach San Jose del Cabo wo wir im Künstlerviertel im El Ecanto Inn untergebracht waren. Die Zimmer im Encanto waren wunderschön, über das Essen können wir nichts sagen, da wir nur die Übernachtung gebucht hatten. Da Samstag war, war richtig was los in der Stadt. Im El Herradero haben wir richtig gut mexikanisch Essen – super viel, super lecker und super Service. Anschließend gab es noch ein leckeres Bier in einem der hippsten Läden der Stadt, der Baja Brewing Company. Wer feiern möchte, der ist in Cabo sehr gut aufgehoben. Am nächsten Tag gab es ein leckeres aber für mexikanische Verhältnisse teures Frühstück im Riviera, einer „französischen Bäckerei“. Endlich mal wieder etwas anderes als Eierspeisen zum Frühstück… Anschließend ging es über Cabo San Lucas, einem kurzen Halt an den Wellen des „echten Pazifiks“ zurück nach La Paz.

Mexiko City

Die letzten Tage verbrachten wir im im Majestic Hotel, direkt am Zocalo in Mexiko Stadt. Es handelt sich hierbei um ein leider sehr hellhöriges Hotel im traditionellen Herz der Stadt. Von der Dachterrasse bot sich ein sehr schöner Blick über den Zocalo und wir konnten das Feuerwerk zum Jahrestag der Revolution von 1910 bewundern. Mexico City war jetzt weniger dreckig und chaotisch als von uns befürchtet – aber laut und voll war es trotzdem. Die Mexicaner wollten halt auch ihre Weihnachtseinkäufe erledigen.